„So wertvoll sind meine neuen Entdeckungen, die ich in aus den Feldenkrais-Lektionen mitnehmen darf.
Zum Beispiel das Finden und Spüren meiner Achse.
Das klingt so banal, aber gibt mir so viel Qualität und Leichtigkeit beim Reiten, Schwimmen und im sonstigen Alltag, dass ich sofort merke, wenn ich sie verloren habe und sie wieder suche bevor ich weiter mache.
Oder meine Aufmerksamkeit aufs Atmen. Ein weiches Atmen das mit der Bewegung synchron verlaufen darf. Das gelingt mir im Alltag oft noch nicht, aber mit meiner Aufmerksamkeit darauf immer besser (auch hier beim Schwimmen, bewussten Gehen u.ä.) und meine Bewegungen sind weniger anstrengend und beim Reiten empfinde ich eine Logik in den Bewegungsabfolgen.
Oftmals auch das Gefühl danach mehr Energie zu haben. Als hätte ich mich in der Bewegung stellenweise etwas ausruhen/entspannen können.
Danke Anke Recktenwald BKB Pferd & Mensch in Balance in Balance das du Feldenkrais in diesem Format anbietest. Es passiert so viel Gutes in mir während und durch die Einheiten und dein Anleiten“
Innere Bilder im Reitunterricht – was bedeutet das eigentlich?
In meinem Reitunterricht arbeiten wir zu einem großen Teil mit inneren Bildern. Doch was heißt das genau? Es gibt verschiedene Wege, die alle wertvoll sind – und die ich auch alle einsetze:
Mentaltraining Hier geht es um das bewusste Vorstellen eines gewünschten Ablaufs. Zum Beispiel: eine klar gerittene Linie, ein gleichmäßiger Rhythmus, eine ruhige Hand. Das unterstützt vor allem Orientierung, Fokus und Sicherheit. Mentaltraining ist auch großartig um seine Emotionen neiu zu definieren, aus Angstreaktionen Gelassenheit werden zu lassen und vieles mehr.
Ideokinetische Bilder (Bewegung über Vorstellung) Diese wirken auf einer anderen Ebene. Hier wird nicht versucht, etwas aktiv zu „machen“, sondern dem Körper ein Bild angeboten, über das er sich selbst organisiert. Das ist ein entscheidender Unterschied. Denn viele klassische Korrekturen im Reiten führen – trotz guter Absicht – häufig zu mehr Spannung: „Schultern zurück“, „Absatz tief“, „mehr treiben“, „ruhige Hand“ Der Körper reagiert dann oft mit Halten statt mit Bewegung. Ein passendes inneres Bild hingegen kann genau das Gegenteil bewirken: Es verändert den Muskeltonus, ohne dass bewusst eingegriffen wird.
Hintergrund ist die Wirkung auf die neuromuskuläre Steuerung: Stark kontrollierende, zielgerichtete Gedanken erhöhen häufig die Grundspannung. Offene, bildhafte Vorstellungen ermöglichen Koordination und Losgelassenheit.
Kleiner Profi-Tipp Wenn ein Bild nicht funktioniert, ist es nicht falsch – es passt einfach gerade nicht zu dir.
Dann finden wir ein anderes. Und genau darin liegt für mich die Qualität: gemeinsam ein Bild zu finden, das genau in deinem Körper richtig ankommt.
Durch meine über 40 Jahre Erfahrung im Unterrichten mit inneren Bildern habe ich ein großes Repertoire entwickelt. Und wenn eines nicht passt, finden wir ein neues. Manchmal sind es 10 Wege – und manchmal entsteht eben der 11. Weg
Foto. Das innere Bild eine Tanne zu sein, die sich nach unten verwurzelt und nach oben wächst, ohne sich zu strecken, hilft vielen in einen aufrechten, losgelassenen Sitz Du musst nichts halten. Du musst nichts machen. Du lässt dich tragen – von deiner Struktur. Die Wurzeln beginnen ab der Körpermitte und von dort aus wächst du auch nach oben. Doch, wie ein Baum, auch ein wenig rundherum, in alle Richtung.
Kennst du das? Man versucht alles richtig zu machen… und erreicht genau das Gegenteil.
Bild 1: Falsch verstandene Aufrichtung Aufrichten heißt nicht „strecken“.Beim Gedanken Brust raus: • wird der Rücken hohl und fest • die Schultergelenke kommen hinter die Hüftgelenke • Atmung wird flach, die Hand fest
Bild 2: Absatz tief „Absatz tief!“ – ein Satz, den wir alle kennen.
Aber: Zu viel Druck im Sprunggelenk blockiert die Federung im ganzen Bein. • Fuß ist unterm Knie, statt unter das Becken • Hüft-, Knie- und Sprunggelenk werden fest – Federung wird unmöglich • ein losgelassener Sitz ist kaum möglich
Bild 3: Hände zu weit vorne & unten Viele Reiter strecken die Hände bewusst nach vorne-unten, um „weich“ und nachgiebig zu sein. Doch genau dadurch geht die Nachgiebigkeit verloren: • die Feinmotorik der Hände verschwindet • Schultern runden nach vorne • der Rücken spannt an, um nicht nach vorne zu fallen • die Hüfte blockiert
Zusätzliches Problem bei Bild 1 & 2: Es entsteht punktueller Druck auf den Pferderücken → das Pferd kann den Rücken nicht mehr aufwölben.
Die Lösung liegt nicht im „anstreben“, sondern im spüren lernen. Wer spürt versteht!
Genau darum geht es in meinen Reitkursen mit Sitzschulung Spüren – Vergleichen – Verstehen mehr Leichtigkeit, echte Verbindung und feine Hilfen.
Warum ich IMMER gut darauf achte, dass Leinen und Zügel nicht auf den Boden fallen.
Diese beiden Fotos sind innerhalb von 30 Sekunden entstanden. Man kann gut erkennen wie der Tritt auf die Leine nicht nur im Genick zu starkem Druck führt, sondern sogar bis ins Becken Streß erzeugt. Und Nein, das ist nicht KI erzeugt, sondern dem Pferd ist das ganz real passiert, weil die Besitzerin noch schnell was hinter den Zaun zurück legen musste.
Manch einer denkt, dass die Pferde so lernen stehen zu bleiben. Doch ist es das wert?
Ich denke nicht.
Darum, wenn ihr die Pferde alleine stehen lasst, macht die Leinen/Zügel ab, oder befestigt sie so, dass sie wirklich nicht auf den Boden fallen können.
Hier haben wir noch ein normales Halfter, bei einem Seilhalfter oder einer Trense tut es noch mehr im Kopfbereich weh.
Take care, achte auf das Wohlergehen deines Pferdes. Es ist nur ein kleiner Moment, die Leinen sicher zu machen, doch mit großer Wirkung.
Willkommen zur kleinen 3. Feldenkrais Lektion auf dem Stuhl oder Hocker. Auch heute nur für eine Körperseite angeleitet. Ihr könnt dann ein bisschen herumgehen und spüren wo ihr überall Unterschiede entdeckt und später, oder auch nach ein paar Minuten, das Gleiche für die 2. Körperseite machen. Diesmal ist es Teil 1, morgen kommt Teil 2.