Balance im Sattel prüfen und verbessern Teil 2
Einseitigkeit ausgleichen Teil 1
Du spürst jetzt deine Sitzbeine? Ja!
Dann lausche genauer hin:
Sind beide gleich deutlich? Ist einer spitzer oder flacher? Sind sie gleich weit von der Wirbelsäule des Pferdes entfernt? Ist eines weiter vorn als das andere?
Balanciert bist du, wenn sie sich gleich anfühlen, gleich weit von der Wirbelsäule des Pferdes entfernt und nebeneinander sind.
Ist ein Sitzbeinhöcker präsenter, dann lege deine Hand eine Weile unter den, der sich schwächer anfühlt. So für eine halbe Bahn. Wenn du die Hand wieder herausnimmst, kann es sein, dass es sich genau umgekehrt anfühlt. Dann leg einfach noch einmal eine Hand unter den anderen, für eine Weile.
Wenn das nicht so deins ist, kannst du auch einen Arm nach oben nehmen, neben den Kopf.
Dazu führst du deine Hand mit dem kleinen Finger zum Körper gedreht, vom Nabel aus nach oben. Achte darauf, genau in der Körpermitte zu bleiben. Streichle über deinen Körper. Diese kinästhetische Information stärkt das Gefühl, die Mitte zu finden.
Über dir geht die Hand dreht sich der Arm dann und der Oberarm liegt neben dem Ohr. Der Daumen zeigt nach hinten, die Fingerspitzen nach oben .Du musst ihn nicht strecken, einfach locker nach oben längen.
Lass ihn eine Weile oben und spüre, ob sich etwas an den Sitzbeinen ändert. Meist hilft es, den Arm zu heben, der auf der Seite des weniger zu spürenden Sitzbeines ist. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Probiere für dich aus, welcher dir wirklich hilft. Manchmal ist es auch der diagonale Arm.
Wichtig ist, den Arm auch wieder auf genau dem gleichen Weg über die Körpermitte zurückzuführen. Nur dann kannst du gerader werden. Führst du ihn über die Seite, macht es dich vielleicht sogar schiefer.
Wenn du Lust hast und genug Vertrauen in dein Pferd, kannst du natürlich auch mal beide Arme nach oben längen. Ich mache das sehr gern im Trab, weil es einen oftmals leichter aussitzen lässt, wenn man noch nicht ganz locker ist.
Später reicht es, die Arme in der Vorstellung zu heben, wenn man etwas Übung darin hat.
Dann kann man es sogar auf dem Turnier nutzen, wenn man eine kleine Schiefe bemerkt.
In den Wendungen kannst du auch den inneren Arm heben, um leichter aufrecht zu bleiben.
Probiere aus was dir am Besten hilft. Denk dran, kein Strecken, nur ein Längen, dass sich deutlich auf Rippen und Hüftgelenke auswirkt.

