Einseitigkeit ausgleichen Teil 2
Wichtig: Bevor du bei dir selbst beginnst, Schiefe zu korrigieren, stell sicher, dass dein Sattel mittig liegt. Vorne kannst du das, je nach Pferd, selbst recht gut sehen, indem du schaust, ob der Mähnenkamm genau in die Mitte des Sattels führt oder etwas seitlich. Bei Isländern oder anderen Rassen mit dicken Puschelmähnen ist das manchmal etwas schwieriger, aber auch möglich.
Manchmal rückt man den Sattel gerade und drei Schritte später ist er schon wieder schief. Das kann daran liegen, wie du sitzt. Der Sattel kann aber auch selbst schief sein und natürlich kann auch dein Pferd schief sein.
Am Einfachsten ist es erst mal, den Sattel wieder in die Mitte zu schieben und den eigenen Sitz zu optimieren. Manches Pferd beginnt gerader zu werden, wenn der Reiter darauf achtet, in der Mitte des Pferdes zu sein.
Wenn du immer wieder nach ein paar Schritten merkst, dass der Sattel und du rutschen, dann setz dich ein Stück weit zur andern Seite, neben die Mitte des Sattels.
Also: Wenn dein Sattel nach rechts rutscht, setzt du dich ein wenig weiter nach links. So, dass du zwar nicht in der Mitte des Sattels sitzt, aber mittig über der Wirbelsäule deines Pferdes. Manchmal braucht es nur wenige Minuten und das Pferd ändert die Orientierung um den Brustkorb und der Sattel und du bleiben mittig..
Manche Gangpferde, wie Isländer, haben schon mal besonders gute Fähigkeiten, ihren Brustkorb zu verdrehen und den Reiter nach der einen oder anderen Seite herunterzusetzen, selbst wenn sie gleichmäßig auf ihren vier Beinen stehen.
Bei solchen Pferden hilft das nicht unbedingt, da sie dann einfach zur anderen Seite wechseln. Es ist keine eigentliche Schiefe sondern eine Fähigkeit der Verdrehung, die sie zu beiden Seiten nutzen.
Da ist es dann besser, sich auf ein Geradeaus zu konzentrieren, also weniger in die Korrektur einer Seite zu denken als an ein klares Gerade.
So, als würden die Sitzbeine auf zwei Schienen laufen und auch die Beine des Pferdes. Die Wirbelsäule des Pferdes läuft dann vom Schweif bis zum Kopf genau zwischen diesen Schienen.
Diese deutliche Gerade gibt diesen Pferden die nötige Stabilität, lässt sie eine tragfähige Verbindung zwischen Hinterhand und Vorhand entwickeln und das lässt uns dann auch leichter mittig sitzen.
Korrekte Hufschlagfiguren sind hier auch ein großes Plus für diese Stabilität der Verbindung.
Kurzfristig mal ungeplantesAbwenden oder eine schlingernde Linie verstärken die Unbalancen..
Vorausschauendes Reiten mit überlegten Hilfen und geraden Linien, unterstützt die Balance des Pferdes und deine eigene.

