Die Sache mit dem (Ver-) Drehsitz in den Wendungen.

Der Ansatz war nachvollziehbar, doch nicht ganz zu Ende gedacht. Zumindest nicht am Anfang. Denn derjenige, der den Drehsitz als Tool zum Unterrichten erfunden hat, hat ihn auch selbst später wieder dementiert. Trotzdem hält sich das Gerücht. Doch statt ein Verdrehen im Körper wollen wir ja Längsbiegung, und das sieht dann anders aus.

Und nun las ich noch, dass das Becken nach hinten käme, wenn der äußere Schenkel zurück geht. Doch wir heben Gelenke, u.a. ein Hüftgelenk, dass sich öffnet für den verwahrenden schenkel und beugt für den treibenden inneren.

Pferdebewegung auf Fotos beurteilen

Heutzutage ist es wichtig, bei der Beurteilung von Bewegungsfotos nicht nur auf die Beine zu schauen, sondern vor allem auf den Rücken der Pferde.

Klar, braucht mehr Übung, doch man kann es lernen.

Letztenendes hilft es immer mehr nach Harmonie zu schauen, dann erkennt man oft schon was gut ist, ohne es genau zu wissen.

Aber ein paar Fakten helfen immer die subjektive Wahrnehmungen zu prüfen.

hier habe ich 2 Pferde die ziemlich gleich sind im Galoppsprung.

Das eine ist eines der 2. besten Galoppfotos aus den Kommentaren, die ich vor einer Weile gesucht und gefunden habe, Original im Posting vom 28 September, das andere sah ich vor Kurzem.

Beide Pferde sind von den Beinen her nahezu gleich, doch nur ein Pferd geht über den Rücken.

Erkennt ihr den Unterschied in der Rückenlinie? Obwohl ein Reiter drauf sitzt?

Und nein, das Ausschneiden hat bei einem Bild nicht so gut geklappt, der Hintergrund war nicht so gut abgesetzt, aber das Wichtigste kann man dennoch gut erkennen, oder eben erkennen lernen.


und hier mal ein Trabfoto. Beobachte nicht so sehr die Beine, sondern den Rücken

Nochmal Blickschulung für den Rücken und Tragkraft

2 x Levade

Stellt euch vor die Reiter wären sehr schwer. Wohin würde der Druck im Pferd gehen?

Bei einem Pferd könnten die Knochen, das Skelett, das Gewicht tragen. Die Kraft- oder Stützline verläuft anatomisch gut durch den Körper.

Bei dem andern würde der Druck den Rücken senken. Da geht die Drucklinie nicht durch das Skelett und es ist alles Muskelarbeit

Das Skelett kann sehr gut tragen. Wenn die Linie des Drucks gut durch die Knochen geleitet wird kann Bewegung anmutig und elegant sein.

Sehr ihr den Unterschied auch wenn die Rücken durch Sättel und die Jacken der Reiter verdeckt sind ?

Und weiter gehts: Blickschulung „Tragkraft“

hier seht ihr jetzt das gleiche Pferd, im Verlauf des Training.

Wieder möchte ich euren Fokus auf die Oberlinie lenken.

schaut erneut mit dem Blick der Tragfähigkeit.

Wenn ein Reiter auf dem Rücken sitzen würde und Gewicht auf genau den Platz bringt.

auf welchem Foto würde es den Rücken am Meisten runter drücken und auf welchen sieht man am besten eine tragfähige Linie.

Auch die Idee von Bergab- und Bergaufbewegung kann man hier nochmal anschauen.

Traut euch ran und schreibt was ihr erkennt.

Und noch einmal: Schau auf die Rückenlinie!

Das ist dasselbe Pferd, am selben Tag, im selben Trainingszustand, nur in einem anderen Moment. Und ohne Reiter, darum ist es für euch hier natürlich leichter zu sehen.

Was fällt euch auf?

Wo ist Tragkraft, wo nicht? Siehst du das Längen oder Verkürzen der Oberlinie?

Ja, er fußt anders, richtig gesehen! Doch genau darum geht es heute nicht.

Und falls die Kopfhaltung die Bilder für euch schwer vergleichbar macht: Das ist der Moment, genauer hinzuschauen, statt wegzuschauen. Genau diese Blickschule brauchen wir später in Bewegung, wo kein Lineal an die Hufe und Beinwinkel kommt.

Schult euren Blick für den Rücken. Ihr werdet staunen, was ihr dann auch in Bewegung seht.

Ich freu mich auf eure Beobachtungen in den Kommentaren!

Aus der Furcht zur entspannten Begegnung – was TTouch bewirken kann

Aus der Furcht zur entspannten Begegnung – was TTouch bewirken kann


„Die Ponys haben Angst vor Hunden“, erklärten die Kids, die mit ihren wundervollen, 27 und 30 Jahre alten Ponys zum Tellington-Kurs gekommen waren, als sie die beiden großen Hunde einer Teilnehmerin sahen.

Und tatsächlich: Auch die Ponys bekamen erst einmal große Augen. Das Reitpony entspannter als die Islandstute, die mit hoher Kopfhaltung die Hunde nicht aus den Augen lies. Sie sah eindeutig Wölfe, also Gefahr.

Also wurden die Hunde sicher angeleint und auf Abstand gebracht, damit sich die Ponys im Lernparcours wohlfühlen konnten.

Nach der ersten Einheit TTouches wirkten die beiden auch auf dem Paddock schon deutlich entspannter.
Also näherten wir uns langsam mit den freundlichen Riesen.

Und siehe da: Die Köpfe blieben entspannt, die Ponys fraßen weiter oder schauten neugierig. Ihre ganze Haltung zeigte, wie ruhig sie mit der neuen Situation umgingen.

Eine der Grundlagen der Tellington-Methode ist: Je besser das Körpergefühl, desto angemessener die Handlungen.

Angemessen an das Leben mit Menschen, statt allein den Instinkten zu folgen.

Wie unmittelbar sich das auswirken kann, zeigten uns diese beiden Ponys selbst. Ein verändertes Körpergefühl eröffnete ihnen neue Möglichkeiten, mit den Hunden umzugehen.

Für mich sind genau das die wunderbaren Momente in der Arbeit mit Pferden: Wenn wir ihnen helfen, sich selbst besser wahrzunehmen, und sie dadurch neue Wege im Umgang mit ihrer Umwelt entdecken.

„Man kann ohne Hände nicht reiten. Noch weniger aber kann man mit den Händen reiten.

„Man kann ohne Hände nicht reiten. Noch weniger aber kann man mit den Händen reiten.

Die Hände sind das Schwerste, weil sie das Leichteste sein müssen.

Legen Sie alle Ihre Gedanken fürs erste, für lange noch, ins Gesäß, ins linke, ins rechte; in die Unterschenkel, den linken, den rechten; lernen Sie damit fühlen …. von Ihren Händen aber denken Sie bestenfalls nur: sie dürfen nie am Zügel ziehen! Sie dürfen nie am Zügel ziehen!“

Horst Stern, So verdient man sich die Sporen, S. 67, Frankhsche Verlagshandlung,1986, Stuttgart

Foto aus: „besser reiten mit Feldenkrais“ mit innerem Bild: „trage Sektgläser in deinen Händen“

Reiten kann leicht sein

Reiten kann leicht sein

Reiten kann leicht sein – Feldenkrais unterstützt die Leichtigkeit

Beobachtet man Reiter, sieht man gut, dass diejenigen, die viel Anstrengung aufwenden, über wenig Können verfügen….

Alles was man gut kann, fällt einem leicht.

Wenn uns etwas schwer fällt, liegt es meist nicht an mangelnder Kraft, sondern an mangelnder Fähigkeit.

Wer so reitet, trainiert die Anstrengung und nicht die Fähigkeit.

Reiten kann leicht sein, angenehm für Pferd und Reiter. Findet man den richtigen Weg ist es für ein Geschenk, dass man sich gegenseitig macht.

Wodurch entsteht ein Gefühl von Sicherheit im Sattel?

Wodurch entsteht ein Gefühl von Sicherheit im Sattel?