Aloha wusstest du das Aloha nicht nur ein Gruß ist, sondern noch mehr bedeutet. u.a. Liebe, aber auch. Aloha bedeutet in Verbundenheit zu leben, mit den andern Menschen, Tieren und der Natur. Es bedeutet wörtlich übersetzt auch Atem des Lebens. Ein wertvolles Wort, den Aloha zu sagen, als Gruß, bedeutet auch, dem andern mit Respekt und Liebe zu begegnen. Mögen wir alle ein bisschen mehr Aloha leben.
In den Medien wird so häufig auf das hingewiesen was trennt. Und das schürt oft Angst. Ob das nun „die Andern“ sind, die Probleme in der Welt verursachen, so dass die Menschen inzwischen schon Angst haben auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen, oder ob es „die Andern“ sind, die Pferde lieblos trainieren, so dass sich keiner mehr traut sein Pferd von einem Profi ausbilden zu lassen, oder oder oder
Ob das so der normale Lauf der Welt ist…. Nachdem wir zu Corona Zeiten alle ein bisschen emotional zusammen gerückt sind, Anerkennung lebten und dankbar waren für die normalen Menschen, die und halfen, kommt dann die weite Trennung ? Ying und Yang? Vielleicht. Doch Aloha zu leben bedeutet sich einfach immer wieder neu zu entscheiden auf das zu schauen, was uns verbindet, was Kraft gibt, was wir haben, was uns glücklich macht.
Wir können uns entscheiden wohin wir unseren Fokus lenken.
Ich war Anfang September wieder bei Toni Robbins und seither mache ich sein Priming, jeden Morgen. Es könnte von Linda Tellington Jones sein, in ihrer Art zu leben und ihre Energie hoch zu halten, egal was ist, in ihrem Wunsch Menschen zu helfen glücklicher zu werden, sind sich die beiden so ähnlich.
Das Priming von Toni geht folgendermaßen. Zuerst gibt es eine Atemübung, Feueratmung, heißt die Technik, sagte mir Birthe. Dann kommt die Dankbarkeit: Man erinnert sich an 3 Situationen für die man sehr dankbar sein kann. Es muss nichts Großes sein, es kann auch was kleines sein, es kann lange her sein, oder gerade vor 5 min. Man badet 2-3 Minuten in dem Glücksgefühl für diese Situationen. Und mit der inneren und äusseren Haltung dieser Dankbarkeit und dem Gefühl des Beschenk worden seins sucht man sich dann 3 Dinge, die man sich wünscht und stellt sich vor, man hat sein bereits Ziel erreicht. Man fühlt wie man sich dann fühlt, sich bewegt, was man tut, lebt es als sei es genau JETZT. Auch da bleibt man für 2 – 3 min. Und dann startet man in den Tag, aufgeladen mit Dankbarkeit und Licht, sie fühlt es sich für mich an. Energie folgt der Aufmerksamkeit. Als ich das erste Mal das Priming machte ging ich in meine Vergangenheit für diese großartigen Momente in meinem Leben. Als ich auf Hawaii schnorchelte und mir plötzlich die Walmutter mit ihrem Baby ins Blickfeld kam, zum Beispiel. Ganz aussergewöhnliche Dinge erinnerte ich. Doch nach kurzer Zeit kamen immer mehr. Je mehr ich in diesem Glücks- und Dankbarkeitsgefühl verweilte, desto mehr fiel mir ein. Ich erinnerte mich wie ich bei der Geburt meiner Fohlen dabei war und wie glücklich mich das machte. Ich erinnerte mich, wie ich von Linda Tellington Jones, nach nur 1 Jahr Training, als Überraschung meinen 1. Tellington Lehrerinnen Status bekam. Ich hatte ihn durchaus angefragt, aber niemand sagte etwas während der ganzen Woche, und ich dachte, es hat nicht gereicht. Doch dann, in der Abschlußrunde, als wir alle die Teilnahmezettel bekamen, war darunter mein Practitioner Schein. Ich schwebte durch die Nacht, auf meiner 7 h Fahrt zurück zum Gestüt. Dieses Glücksgefühl hatte ich schon lange vergessen, doch wo ich schon mal drin war, in der Dankbarkeitswelt, fiel es mir wieder ein, und noch ganz viele andere, bis zurück in meine Kindheit. Das war ein großartiges Geschenk. Ich erkannte, das die Dankbarkeit mich nicht nur im Moment stärkte und froh machte, sondern auch wie viel Großartiges ich im Leben hatte. Inzwischen gehe ich nur noch selten in die Vergangenheit. Die Dinge liegen meist erst kurz hinter mir, wie die unglaubliche Farbenwelt des Herbstes sehen zu dürfen, eine schöne Joggingrunde oder leuchtende Augen meine Kursschüler, weil sie für sich etwas Besonderes erkannt haben.
Und mit dem Fokus auf das was ich will, bin ich auch meist kein Jahr weg, sondern prime mich manchmal für en Tag. Einen schönen Kurs zu haben, mit Lachen und Verbindung, liebevoll und geduldig in meiner Familie zu agieren usw. Und ich kann euch sagen: Es hat großen Einfluss. Jeden Tag, auf meine Energie und auf die Art wie ich mit andern umgehe. Und es ist gut zu erfahren, dass ich mich entscheiden kann, jeden Tag auf’s Neue und es stärken kann, Aloha zu leben. Mit allen Lebewesen dieser Erde. Jetzt kommt die Jahreszeit mit mehr Dunkelheit. Vielleicht hilft es auch dir, dein inneres Licht am Strahlen zu halten und sie zu genießen.
Ich freue mich immer sehr, wenn ich auf meinen Touren und Kursen die Menschen treffen, die auch. Mit ihren Pferden Aloha leben. Die sie sehen, denen es nicht wichtig ist was andere denken, die niemand beeindrucken wollen, ausser ihrem Pferd und es innig lieben, ob es nun geritten werden kann, oder nicht. Die Freude empfinden, wenn es auf sie zugelaufen kommt und dankbar sind diesen Schatz in ihrem Leben zu haben. Ich freue mich über die Lernbegierigen, die einfach immer feiner spüren wollen, mehr wissen, aber vor allem auch tun. Die ein Feedback, was sie noch verbessern können, als Anreiz nehmen weiter zu experimentieren und nicht als Stopp, weil es ja nicht schon gut genug war. All das macht mich immer wieder froh.
Danke, an Alle, die Teil davon sind. Danke, vor Allem auch an all meine Kursorganisator:Innen. Danke, dass euch so viel daran liegt, dass es mehr werden, die diese Wege gehen und ihr mit der Orga helft, dass sie uns finden können und lernen können. Ich schätze eure Unterstützung sehr.
Danken möchte ich aber auch den Pferden, denn sie bringen so unendlich viel Liebe in unser Leben. Ich glaube sie sind dafür da, uns zu lieben und zu unterstützen, wo wir es brauchen. Sie tun ihr Bestes um uns zufrieden zu stellen, freuen sich, wenn wir glücklich sind, und halten uns auch die Treue, wenn wir es nicht sind. Bleiben einfach weiter da, an unserer Seite und gehen mit, so gut sie nur können, wohin wir auch gehen wollen. Was für großartige Geschöpfe.
Ich freu mich, wenn ich dich und dein Pferd im nächsten Jahr treffe. Aloha Anke
PS: Ende Januar starten wir wieder eine Online Reitkurs: Mehr dazu in den Terminen:
Nach den „wissenschaftlich“ berechneten Theorien der Wohlfühltemperatur der Pferde kommt nun die Berechnung bei wieviel Grad und % Luftfeuchtigkeit die Pferde weniger leistungsfähig sind ch verstehe nicht wie man sowas berechnen will. Pferde sind doch keine Maschinen, deren Aggregatzustand sich je nach Temperatur ändert. Bei 32 Grad rennt der gesunde Araber noch gern, während der Isi lieber schwimmen gehen würde. Ich wünschte die Leute würden wieder lernen zu sehen und fühlen, wie es ihrem Pferd geht, statt Zahlen zu folgen. Sie zeigen uns doch, ob sie müde sind, oder leistungsfähig. Man muss nur die Zeichen lesen lernen ….
Schön war es wieder, bei den Islandpferden in Otterbach. Wie toll wenn man einen Bachlauf hat, der ein kleines Stück auch tief genug ist um sich die ganzen Beine und Arme zu kühlen. So wertvoll bei 34 Grad im Schatten 🙂 Den Isländer war es egal, die konnten gut mit der Sonne. Die ReiterInnen wünschten sich vor Allem weniger Spannung und mehr Sicherheit. Und die Grundlage für Beides ist eine natürlich Aufrichtung. schon die 1. Feldenkrais Einheit brachte deutliche Verbesserungen (siehe oben) und das Sicherheitsgefühl begann. Die letzte Stunde fand dann einfach auf dem Feldweg statt, da niemand mehr in der vollen Sonne am Nachmittag reiten wollte. Und das war ein total schöner Abschluss Was Isländer besonders gut können, worüber aber wenig gesprochen wird, ist das Verdrehen im Brustkorb. Sie können das wirklich sehr gut und den Reiter seitlich setzen. Das verwundert schon mal Reiter, die sonst andere Rassen reiten, aber in der Islandpferdeszene wird es oftmals gar nicht mal bemerkt. Und auch hierfür ist eine gute losgelasene Aufrichtung des Reiters die Lösung. hier auch ein Vorher Nachher Foto dazu. Noch nicht perfekt, sicher, aber doch deutlich besser.
„Woran erkenne ich Balanceverlust beim Pferd?“ Woran erkennt ihr das ein Pferd nicht im Gleichgewicht ist. Ein erster Punkt ist der Takt, natürlich! Doch nur wenige erkennen, ob ihr Pferd im Takt ist, während sie es reiten oder führen. Erst auf dem Video oder auf Fotos wird es einfacher sichtbar. Stolpern ist ein sehr deutliches Zeichen, das kennen sicher die Meisten. Doch woran erkennt ihr es schon früher? * Ein Zeichen für Balanceverlust ist das Drauftreten oder Antstoßen an Stangen. Ein Pferd in Balance würde die Stolperfalle vermeiden, da die Gesundheit der Beine bei Pferden grundlegend zum Überleben notwendig ist. In der Natur sind die Chancen des Fluchttieres gering, mit verletzen Beinen. Verhalten sie sich so, dass Verletzungsgeffahr besteht, wie durch stolpern, anticken, etc, sind das deutliche Zeichen von Ungleichgewicht. Ein weiteres Zeichen für Balanceverlust ist eine Tempoveränderung beim Abwenden. Langsamer oder schneller werden, manchmal zu einer Seite deutlicher, ist ein Zeichen für Balanceverlust Ein Zeichen, das ich einfach zu beobachten finde: in den Übergängen, auch zum Halt, oder vom Halt zum Schritt, hebt das Pferd den Kopf. Natürlich nur, wenn die Leinenführung es erlaubt. Pferde, die oft direkt am Kopf gehalten werden zeigen das meist nicht mehr) In der Freiarbeit ist es gut zu erkennen, aber natürlich auch bei lockerer oder nachgiebiger Zügel-, bzw Leinenführung
It’s all about Balance – wie kann man Balanceverlust vermeiden? Wir führen unsere Pferde, von der Koppel, in die Bahn und in den Transporter. Ob wir ihr Gleichgewicht dabei stören, oder fördern, hängt davon ab, wie wir führen. Oft ziehen wir dabei, völlig unbewusst, unsere Pferde nach vorne. Ich rede hier nicht von Bodenarbeit, sondern vom Gehen von A nach B. Der Effekt = Wir ziehen sie auf die Vorhand. Tragen sollen sie uns dann beim Reiten dann bitte im Gleichgewicht! Mmmmh? Die obere Fotoreihe zeigt ein Pferd das nur wenig Zug auf dem Zügel hatte, und dennoch sieht man den Effekt deutlich. Auf der unteren Fotoreihe hängt der Zügel durch und die Reiterin geht „mit ihrem Pferd“ Beide üben das zum 1. Mal Die rote Linie zeigt wie der Rücken der Reiterin mal hohl ist und mal entspannt aufgerichtet. Das Gleiche sieht man im Pferderücken. Die gesamte Oberlinie, auch der Unterhals, zeigen den Effekt. Die weiße Linie zeigt wie die Beine, in der gleichen Fußungsphase beim leichten Zug hinter dem Körper sind, also weit hinter dem Becken, selbst das stehende Vorderbein ist schräg, während sie beim Führen am losen Zügel mehr unter dem Körper stehen, das stehende Vorderbein senkrecht. Eine gravierende Wirkung, nicht wahr? Losgelassenheit entsteht. Eine Übung der Achtsamkeit: Was wir täglich machen, wird schnell zur Gewohnheit. Wenn wir es ändern wollen, braucht es viel Achtsamkeit. Achte heute mal darauf, dein Pferd nie zu ziehen, auch nicht vor ihm zu gehen, sondern mit ihm, und wenn du aufsteigst, wirst du vermutlich merken, dass es dich von Anfang an besser tragen kann. Denn du musst es gar nicht so viel ins Gleichgewicht bringen, wenn du es zuvor, beim Führen, gar nicht erst raus bringst. Und so kann es für dich und dein Pferd, zur neuen Gewohnheit werden, mehr im Gleichgewicht zu gehen. Und wenn du ein paar Wochen gut darauf achtest, wirst du vielleicht bald merken, wenn du euch aus dem Gleichgewicht bringst. Dann kannst du es gleich ändern und du kannst dir sicher sein, dein Pferd wird dir jedesmal dafür danken.
Teil 2 Der Sitz des Reiters hat einen gravierenden Einfluss auf das Gleichgewicht des Pferdes. Füße vor dem Becken, eher unterm Knie, sieht man heutzutage sehr häufig. Auch Schultern zurück ist keine Seltenheit. So kommt der Rücken unter Spannung, das zeigt sich direkt in der Spannung im Rücken des Pferdes. Aufrecht sitzen: Füße unterm Becken, Kopf überm Becken, idealerweis sind die Schultern auch in der Linie, haben einen entscheidenden Einfluss auf das Gleichgewicht des Pferdes. Je mehr Spannung im Reiter, desto mehr Spannung im Pferd. Losgelassenheit findet man nur in natürlicher Aufrichtung, nie über Anspannung.
Am 28.-29. Juni fahre ich wieder Rebalance Tour Luxemburg / Eifel / Rheinland. Ich bin auch ein Stück in Belgien. Wer noch dabei sein will, gern melden. Ein bisschen was geht noch. Vom 25. – 28. Juli fahre ich wieder Tour in den Odenwald, Pforzheim, Schwarzwald, angrenzend Schweiz und Bodenseeregion. Auch hier gern melden, wenn ihr mitmachen wollt, mit allen Zeiten, an denen ihr dabei sein könnt. Am 16.-17. August ist wieder TTouch for you Kurs im Saarland. er ist schon ganz gut gebucht, doch ein paar Plätze gibt es noch. Am letzten Augustwochenende bin ich zum Reitkurs in Niedersachsen. Besser reiten mit Feldenkrais bei Anna Bratfisch Weiter Kurstermine findet ihr auf meiner Webiste, siehe blauben Link oben Kurse in Italien. Einmal in Südtirol, Nähe Bozen, einmal im Aostatal. Unterrichtssprache ist, in Südtirol deutsch und im Aostatal Englisch/Italienisch
Abends um 20 Uhr oder Morgens um 10 Uhr, 9 Lektionen Nicht nur, aber auch wertvoll für Reiter/Läufer und andere Menschen
Wo ist der Kopf meines Pferdes, das ist für viele wichtig und die Längung des Halses wird beobachtet. Doch jedes Pferd spiegelt seinen Reiter, und auch bei der Bodenarbeit hat unsere Körperhaltung Einfluss auf das Pferd. Sind wir selbst verkürzt, im Rücken und Nacken, nimmt das Pferd das immer auf. Lernen wir eine freie Aufrichtung, in der gesamten Wirbelsäule, spiegelt das Pferd das oftmals augenblicklich in seiner eigenen. Der Rücken beginnt zu schwingen, die Atmung fliest und wir sitzen komfortabler, bewegen uns leichter. Im Bones for life geht es darum diese Aufrichtung zu entwickeln und zu lernen. Schon in der 1. Stunde erfährt man Grundlagen die man im Alltag und am Pferd leicht nutzen kann.
9 x 1 Stunde, 90 € Entweder eine Stunde Mittwoch Abends um 20 Uhr oder am Donnerstag morgens um 10 Uhr. Ihr könnt jede Woche frei wählen, Es ist sinnvoll ein paar Minuten vor Beginn der Einheit online zu sein, um bei sich anzukommen, bevor man sich in den „inneren Lernraum“ begibt.
Ihr könnt in der Woche zwischen den beiden Terminen wechseln, so das auch Leute mit Schichtdienst mitmachen können, oder Leute die, so wie ich, oft am Abend arbeiten.
Zur Teilnahme schickt mir eine Nachricht , und die Kursgebühr von 90 € per Paypal (Bitte mit Namen und Bfl Sommer 25 im Betreff) PayPal.me/AnkeRecktenwald oder Konto: DE74 5925 1020 0000 1386 44 BIC-/SWIFT-Code:SALADE51WND
Dann kommt in die Facebook Gruppe „Feldenkrais Online mit Anke Recktenwald“ zum Kurs, da findet ihr den Zoom Link
Ihr braucht einen Raum mit Ruhe und einem nicht zu harten Platz am Boden und ein Handy mit der Zoom App. Für manche Lektionen braucht ihr eine Wand, vor der ihr liegen könnt (siehe Foto) Ihr müsst mich nur hören, nicht sehen. Ich möchte euch ganz sehen, also die ganze Matte soll im Bild sein, muss euch aber während des Unterrichtes nicht hören. Wer mehr Infos braucht, gern fragen!
Ich erinnere mich nur noch wenig an meine eigenen Sitzschulungen, bevor ich Sally Swifts Methode kennen lernte. Ich hatte immer großartige Reitlehrer in meinem Leben, doch sie konnten mir manches nicht so wirklich beibringen, und ich dachte, ich bin eben untalentiert. Ich höre gern bereit das für den Rest meines Lebens durch üben üben üben auszugleichen.
Doch Manches wollte mir nicht nur in den Körper, sondern auch einfach nicht in den Kopf. Zum Beispiel dieses tiefer sitzen. Der Sattel gab ja nun mal nicht nach, wie sollte ich denn da tiefer sitzen. Sich dafür nach hinten zu lehnen war zu derzeit noch keine Option, man wollte durchaus einen aufrecht sitzend in Reiter, der dem Pferd möglich macht über den Rücken zu gehen. Wenn ich anderem Anfänger Reitunterricht zugeschaut habe, sah ich oft eine Ermüden des Reiters, durch langes Aussitzen üben ohne Steigbügel, oder auch leichttraben üben ohne Bügel, zu hohe Geschwindigkeit, für das aktuelle Niveau des Reiters und so weiter.
Dinge die Sitzschulung nicht gerade angenehm machten, sondern eher zu angehaltenem Atem, Spannung, und der Steigerung von Ängsten führte. Gut gemeint, doch nicht gut gemacht, da es für diese Schüler schwer wird, all die Anspannung später wieder loszulassen, sowohl mental als auch körperlich.
1998 hatte ich dann meine ersten Unterricht von einer Reitlehrerin, die nicht nur im „Reiten aus der Körpermitte“ ausgebildet war, sondern auch in der „Feldenkrais-Methode“. Jetzt änderte sich meine Welt, und damit auch mein Unterrichten. Denn auch ich konnte meinen Schülern bis dahin nicht immer so gut vermitteln, was genau sie tun sollten, um für die Pferde komfortabel zu sitzen, und gleichzeitig ihre eigene Sicherheit und damit ihr Selbstvertrauen, gravieren zu erhöhen.
Sitzschulung bedeutet heute für mich, ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie man natürlich aufrecht, und damit locker, im Sattel sitzt, sich sicher und im Einklang mit einem freudigen Pferd bewegt.
Was bringt einem dieser Sitz?
Zwei Dinge
Zum Einen sehr viel Sicherheit. Ein Reiter der gelernt hat entspannt aufrecht zu sitzen, kann sich mühelos mit dem Pferd bewegen, selbst wenn es mal erschrickt und zur Seite geht, oder einen unvorhergesehenen Sprung über eine Pfütze macht.
In einem meiner Kurse lies ich eine Schülerin, die besser galoppieren lernen wollte, an der Longe, mit den Knien über den Pauschen, galoppieren. Sie hatte ein sehr braves, gut ausgebildetes Pferd, dass rhythmisch und gelassen galoppieren konnte. Die Beine waren nicht über den Pauschen, damit sie sich nicht festklammern konnte, sondern damit ihr Hüftgelenk leichter in die Bewegung kam. Sie hatte schon Übung mit vielen Anleitungen aus minem Unterricht und die Aufgabe war nicht sehr schwer für sie. Sie wusste wie sie sich ausbalancierte und hatte Vertrauen zu mir und ihrem Pferd.
Doch dann geschah das Unerwartete. Ein Kind, dass im Nachbargrundstück Fußball spielte, schoss den Ball plötzlich über die Hecke, in die Reitbahn, ziemlich genau zu X.
Da galoppierte der Schimmel nun gerade vorbei, und man kann ihn kaum verwehren, dass er einen Satz zur Seite machte, als der Ball ihn von hinten überholte.
Der Sprung ging nach innen, also in den Zirkel hinein, und danach lief er schnell wieder gleichmäßig weiter. Für mich an der Longe, war die Sprungrichtung natürlich wunderbar, da die Longe locker blieb, aber für die Reiterin war dies natürlich eine plötzliche Biegung des Pferdes in genau die andere Richtung als zuvor.
Ich hielt die Luft an, doch es war faszinierend zu sehen, dass dieser Sprung der Reiterin überhaupt nichts ausmacht. Ich wusste, dass ein balancierte, lockerer Sitz möglich macht mit vielem umzugehen, ohne Schwierigkeiten zu bekommen. Doch dass sie bei dieser Bewegung einfach sitzen bleiben konnte, ohne auch nur die Hände zum Sattel nehmen zu müssen, um sich fest zu halten, hat auch mich verblüfft und wieder davon überzeugt, wie grandios der Sitz ist, der sich durch diese Art der Sitzschulung entwickelt.
Wir waren beide verblüfft und gleichzeitig sehr begeistert, nicht nur von dem Sitz, sondern auch von diesem wunderbaren Pferd, dass sich, nach dem kleinen Schreck, sofort wieder gleichmäßig bewegte, um die Sicherheit seiner Reiterin im Sattel zu gewährleisten. Das ist die andere Sache, die ein guter Sitz, und natürlich auch ein freundlicher Umgang, uns schenkt.
Mit einem Reiter in diesem Sitz kann ein Pferd sich mühelos bewegen. Es macht ihm Freude den Reiter zu tragen und es kann seine eigene Bewegungsfähigkeit sogar noch verbessern lernen. So entsteht eine gemeinsame Freude und eine Förderung der Gesundheit, auch für das Pferd, und das danken sie uns durch hohe Kooperationsbereitschaft und Gelassenheit.
Auf den beiden Fotos unten reite ich ein Pferd, das ich an dem Tag erst kennenlernte.
Ich demonstrierte im Kurs mit ihm die Wirkung des Sitzes auf die Bewegungsfähigkeit des Pferdes. Schaut ihr nun auf meinen Sitz, und stellt euch vor, das Pferd würde erschrecken und einen Sprung machen, könnt ihr sicher gut erkennen, in welchem Sitz ich kaum eine Chance hätte gut oben zu bleiben, oder?
Doch nicht nur die Bewegung bei einem Schreck, einfach nur den Schwung des Trabes durch meinen Körper zu lassen, ist im aufrechten Sitz gut möglich, und in dem anderen würde es mir, auf Dauer, Rückenschmerzen verursachen.
in der 1. Woche sprachen wir darüber wie wir geradeaus gehen und reiten. In dieser Woche geht es darum wie ihr euer Pferd gerade anführen, anhalten, rückwärts und um die Kurve führen lernen könnt.
Gerade bedeutet das die Spur der Hinterhufe genau in die Spur der Vorderhufe tritt. Dabei geht es nicht um die Weite des Schrittes, sondern um die Richtung. Also fürs erste ist es nicht so wichtig, ob es die Spur der Vorhand erreicht, oder 2 Hufbreit drüber hinaus tritt, sondern ob die Hinterhand genau in der gleichen Linie geht.
Wahrnehmung:
Telllington Labyrinth
Dieses Lernelement der Tellington Methode ist großartig, um Geradeaus zu lehren, wenn man es richtig anwendet.
Zuerst reche den Boden unter dem Labyrinth etwas flach, (wenn möglich) so dass du die Spur deines Pferdes gut erkennen kannst, nachdem du durchgegangen bist.
Dann führe es die 4 Bögen und halte immer an, wenn du zwischen den Bögen bist, auf dem geraden Stück. Das Anhalten ist wichtig für das Lernerlebnis.
Nachdem du durchgegangen bist, schau auf die Spur.
läuft die Hinterhand den gleichen Weg, vor allem in den Bögen, oder siehst du 3 Spuren. Sind die Bögen gleichmäßig rund, oder haben sie Knicke und gerade Stellen. Lief dein Pferd harmonisch durch oder stockte es?
Wie gut es das Labyrinth meistert, hängt viel von deiner Art des Führens ab. Darauf werden wir die Tage noch genauer eingehen.
Fotografiere das „Laufbild“ und dann prüfe das Gleiche von der anderen Seite. Es kann große Unterschiede geben, aber auch kleine. Dann führe es nochmal von beiden Seiten, aber diesmal führe dein Pferd von der anderen Seite.
Schreibe deine Beobachtungen auf, und/oder fotografiere sie, wenn du dazwischen noch mal ebnen kannst, damit du den IST Zustand gut kennst und den Erfolg messen kannst.
Das Führen mit dem Tellington „Zauberstab“ unserer weißen Gerte, gibt uns die Möglichkeit das Pferd grade nach vorne zu führen und gerade anzuhalten, ohne das es seitlich gedreht wird, durch Leineneinwirkung oder weil es seitlich nach den Zeichen schauen.
Führe die Gertenspitze von der Nase des Pferdes aus, exakt nach vorne, auf die Linie die das Pferd gehen soll und beim Anhalten geht sie zurück, Richtung des Buggelenks, auf der anderen Seite, und wirkt so gerade anhaltend, ähnlich wie ein äusserer Zügel. Du musst die Nase nicht berühren, bleib kurz davor, das genügt meist. Das Pferd folgt der Gerte in einem Abstand von 1 – 1,5 m vor der Nase wie von einem Kaugummi gezogen, ganz natürlich. Und hält auch ebenso an. Sollte es nicht anhalten kannst du mit der Gerte auf das Buggelenk tippen, das kann helfen. Nach ein paar Mal sollte es dann aber auch mit der visuellen Hilfe gut sein.
Pferde mit denen noch kein spezielles Bodentraining gemacht wurde, machen dies automatisch. Nur Pferde, die lernen auf bestimmte Signale warten zu müssen, tun es möglicherweise nicht.
Ein Slalom ist eine gute Möglichkeit zu üben. Wichtig ist, seit weit genug voraus. Unsere Hände tun oft Dinge von denen wir nichts wissen. Filme dich vielleicht mal, und beobachte die Hand an der Leine, beim Anführen und Anhalten. Ist sie neutral oder zieht oder zappelt sie doch.
Versuche mal nur mit der Gerte zu führen. Erst geradeaus, oder durch den Slalom, dann durchs #Tellington Labyrinth. Denk an die Stops! Führe das Pferd im großen Bogen in den Kurven, du darfst den Weg gern verlassen, damit das Pferd ihn frei hat.
Anhalten in Balance. Das Pferd balanciert sich mit Kopf und Hals aus, wenn es darf. Wenn es seitlich aus der Balance kommt, dreht es ihn entgegengesetzt, um das Gleichgewicht zu halten und wenn der Rücken angespannt ist, nimmt es ihn nach oben. So kann man im Anhalten und Antreten sehr gut beobachten wie die Balance des Pferdes ist. Nimmt das Pferd den Kopf hoch, beim Anhalten, war das Anhalten oft zu ruckartig, oder das Pferd auf der Vorhand. Hebt er sich in der Wendung zeigt das ebenfalls, dass der Rücken nicht frei ist, sondern das es sich mit der Vorhand zieht. In einer Wendung können wir beobachten, ob die Stirn auf die Linie zeigt, die der Körper laufen soll, oder daneben ist. Mit der Tellington Gerte und der Idee des Kaugummi kann ich das präzise vorzeichnen. Doch wenn ich zu eng führe, geht der Kopf nach aussen während die Schulter näher in meine Spur kommt. Achte darauf im Tellington Labyrinth immer den ersten Schritt geradeaus anzugehen, sonst kippt dein Pferd in die Wendung, und dann führe den großen Bogen. Beobachte, ob dein Halten so sanft ist, dass der Kopf unten, also ungefähr Maul auf Buggelenkhöhe bleibt. Tiefer ist nicht nötig.
Natürlich kann man das auch in anderen Tellington Elementen üben, (Foto: Stern) in denen man Halts mit einbaut. In der Freiarbeit sieht man oft das der Kopf hochgeht, wenn das Pferd anhält, oder auch die Aussenstellung in der Wendung. Um die Biegungsfähigkeit zu verbessern mach einfach langsam, um die Kurven des Labyrinths, und führe Bögen, die dein Pferd gut gehen kann. Es wirkt dann schon von selbst. Denk daran, das Anhalten ist ein essentieller Bestandteil dieses Lernen. Verbindung Teil 1
Um dem Pferd ein Gefühl von Verbindung zu geben, vom Kopf, durch den Körper, bis zum Becken, bzw. Hinterbein, ist die Tellington Führposition Dingo ideal.
Wichtig ist, dass die Leine dafür zumindest seitlich eingehängt ist, idealerweise aber in der Tellington Wickeltechnik geführt wird, denn nur so kann man präzise gerade auf das Skelett wirken.
Auf dem Foto seht ihr die Technik mit einem dickeren Seil, die Tellington Führleine ist dünner, doch so erkennt ihr es vermutlich gut.
Probiere es mal aus. Das Seil wird von der Seite durch den Halfterring geführt, dann nach oben, zur Mitte hin raus, auf der anderen Seite von innen und unten wieder rein und hoch zum ring am Genickstück.
Es kreuzt dann einmal über das Nasenband, am Besten genau in der Mitte der Nase, so dass die Einwirkungen Richtung Pferdekörper exakt mittig durch die Wirbelsäule zum Becken führen können.
Einwirkung nach vorne unten wirkt exakt auf das Genick für das gerade Anführen. Schnallt man das Seil anders ein, ist ein Gerade einwirken sehr schwierig.
Probiere es ein paar Mal im Vorwärts und Halt. Wir tendieren dazu den Kopf zu uns zu ziehen, ohne es zu merken.
Wenn wir rückwärts wirken „knicken“ wir das Pferd in den Ganaschen, der Kopf kommt näher zu uns, was natürlich zum Verlust des Gradeseins führt.
Führt man die Hand im Halten eher Richtung Genickstück, nah am Kopf, kann das Pferd lernen anzuhalten, ohne abzuknicken.
Auch hier kann ich dir raten dich zu filmen, denn kaum jemand erkennt wie weit die Stirn aus der Mitte ist, wenn er einwirkt.
Wir sind es gewohnt und es erscheint uns grade.
Ein Blick von hinten, über den Rücken, klärt uns am schnellsten auf, doch dazu braucht man natürlich einen Freund der filmt.
Von vorne kann man selbst besser filmen. Um es zu spüren braucht es Gefühl und Zeit und Aufmerksamkeit.
Wenn möglich lass einen Freund mit schauen, der dir sagen kann, wann die Stirn deines Pferdes exakt im Verlauf der Wirbelsäule ist und wann nicht. Man kommt selten zu weit nach aussen, da mach dir keine Sorgen, und wenn, hilft es dem Pferd oftmals aus der Gewohnheit des „nach innen Drehen“.
Es braucht etwas Übung, aber es hilft dem Pferd mit gleichem Gewicht auf seinen 4 Beinen zu stehen und zu gehen.
Eine Möglichkeit der Prüfung ist das Führen durch eine Gasse. Darin angehalten kannst du schauen, ob der Kopf näher an deiner Seite der Gasse ist, oder wirklich in der Mitte. Verbindung Teil 2
Outlining – Nachzeichnen, für ein vollständiges Körperbild.
Wichtig ist, dass dein Pferd keine Angst vor der Gerte hat und auch nicht dagegen abgestumpft ist.
Wir nutzen die Gerte als langen Arm, der mir möglich macht das Pferd überall zu berühren, es durch lange Striche zu beruhigen oder in seinen Körper zu bringen und durch Wischen antreten zu lassen oder durch Tippen anzuhalten.
In der Körperarbeit habe ich euch erklärt wie ich mit meinen Händen in langen Strichen über den Körper gehe, um das Körpergefühl zu erhöhen oder Stellen zu finden, die meine Unterstützung brauchen.
Nun streiche ich mit dem langen Arm ab, also mit der Gerte. Ruhig und in langen Linien, zuerst die Beine, an verschiedenen Stellen, von oben bis unten zum Boden, dann über den Rücken, verbinden bis zur Hinterhand, bzw. Hinterhuf.
Auf dem Rücken ist es wichtig nicht über die Wirbel, bzw Dornfortsätze zu streichen, sondern seitlich über die Muskeln, und erst am Becken nach oben zu gehen.
Für die Vorbereitung des Dingo kannst du schon üben dass du dann genau bis zur Mitte der Kruppe streichst. Mitte, seitlich gesehen, also den höchsten Punkt erreichst.
Für das Outlining zur Stärkung der Verbindung zur Hinterhand kannst du auf den Muskeln bleiben und bis hinunter zum Huf streichen.
Der Zauberstab soll dabei weder hängenbleiben noch hüpfen. Wenn er hängenbleibt ist dein Druck zu hoch, wenn er hüpft bist du meist zu schnell.
Stell dir vor es sei deine liebevolle Hand, und erinnere dich an die Druckstärken. Mehr als 3 ist auch hier sicher nicht sinnvoll. Erinnere dich das Pferde viel feinfühliger sind, als 80 % der Menschheit.
Natürlich machen wir da auf beiden Seiten. Stehe dabei seitlich, neben deinem Pferd auf Halshöhe und lass die Gerte immer nur nach hinten zeigen, nie nach vorn Richtung Gesicht deines Pferdes. Du kannst auch wunderbar den Hals von unten abstreichen, aber nicht von oben, und auch hier die Verbindung zur Vorhand stärken, indem du die Linie vom Unterhals in einem bis zu den Hufen führst.
Um meine Intention zu stärken denke ich dabei oft:
„Spüre die Verbindung vom Hals, über den Brustkorb zu den Hufen“ „Spüre wie dein Rücken mit der Hinterhand verbunden ist“ und streiche nie schneller als ich reden, denken kann.
Was ich denke bei einer Ausführung beeinflusst die Wirkung.
Ob ich desensibilisieren will „dulde das“ oder „akzeptiere das“ oder ob ich Körpergefühl stärken will „spüre dich“ macht einen großen Unterschied. Und für letzteres ist es entscheiden, dass das Pferd mag was ich tue und Zeichen von Genuss sendet, wie entspannen und tiefer atmen.
Wenn das alles gut geht und du dabei eine leichten Kontakt über die Leine halten kannst, ohne dran zu ziehen und sie lang hängen zu lassen, bist du bereit für die Hilfen des Dingo, die ich euch morgen erklären.
Verbindung Teil 3
Der Dingo, ein Tanzschritt der Tellington Bodenarbeit
Wir stehen neben dem Kopf, Blick Richtung Hinterhand des Pferdes, die Leine, die seitlich aus dem Halfter kommt, haben wir kurz in einer weichen Hand.
Die Gerte ist in der anderen Hand und wir können das Pferd damit genussvoll überall abstreichen (genussvoll für’s Pferd )
Zur Ausführung nehmen wir über die Leine nun sachte Kontakt zur Hinterhand auf (dazu ist es so wichtig, dass ihr den Kopf/Stirn gerade vor der Wirbelsäule habt, sonst „knickt“ die Verbindung irgendwo.
Mit diesem Aufnehmen des Kontakts denke ich „Spür die Verbindung von Kopf bis Hinterhand“
Dann streiche ich mit der Gerte über den Rücken, bis zur höchsten Stelle der Kruppe. Erinner dich über die Muskeln zu strichen, statt über die Wirbel, bis du am Becken tatsächlich auf die höchste Stelle, mittig, gehst.
Dabei denke ich weiter: „spür die Verbindung von Vorhand und Hinterhand über den Rücken“
Dann wirkt die Leine mit feinem Annehmen Nachgeben, (nicht ruckeln) nach vorne und ich sage: „Und … Scheerit“ und im Moment in dem ich Scheerit sage wische ich mit der Gertenspitze in einem schaufelnden Bewegung über die Mitte der Kruppe und denke dabei „von hinten“ (losgehen)
Nach nur 1 – 3 Tritten halte ich wieder an.
Dazu nutze ich die Gerte tippend auf dem gegenüberliegenden Buggelenk, während die Hand sacht am Backenstück entlang annimmt und nachgibt. Hier ist es wichtig weit genug vorn zu bleiben und mit der Hand nah am Kopf, damit ich diesen nicht schief ziehe.
So lernt das Pferd in Verbindung anzutreten und anzuhalten. Und ich mache immer nur wenige Schritten, selten mehr als 3, und das 3 – 4 x hintereinander und wechsele wieder in den Elefant, um die höhere Anforderung wieder zu lösen und etwas einfacheres zu machen.
Also genau wie beim Reiten in der ersten Adventwoche, beachte ich das Vorwärts zu erhalten, um die Losgelassenheit zu fördern.
Weniger ist mehr. Wichtiger als die Häufigkeit einer Übung ist die Qualität.
Beachte die Qualitätspunkte über die wir schon sprachen.
Kopf heben beim Losgehen oder Anhalten?
Verkürzt oder verlängert sich dein Pferd in der Oberlinie?
Bleiben die Ganaschen offen oder werden sie zusammengedrückt….?
Bleibt dein Pferd gerade?
Ein paar Schritte mit hohem Wert für viele Aufgaben im Pferdeleben. Nicht nur die Verbindung, und das Körpergefühl werden gestärkt, auch die Balance, Koordination und Klarheit der Hilfen. Selbstkontrolle
Der anmutige Gepard, ein weiterer Tanzschritt des Tellington Trainings, wird auf größerem Abstand geführt.
Auch hier leitet der Zauberstab, wie im Elefant, doch aus einer anderen Position des Menschen in Relation zum Pferd.
Nun wird die Gerte vorrangig und die Leine zur Nebensache.
Im Abstand geführt kann man beobachten, ob das Pferd im Gerade bleibt, und tatsächlich der Gertenspitze folgt, oder am Menschen klebt, wie ein Fohlen an seiner Mutter.
Die Position fördert die Selbstkontrolle und gibt trotzdem auch unsicheren Pferden Raum, den sie sehr schätzen, sich umzuschauen und selbstverantwortlicher zu agieren.
Den Kopf frei zu haben lässt Pferde mutiger werden und die dabei klare, feine Kommunikation des Zauberstabes hilft ihnen, sich darin sicher zu fühlen, dass sie verstehen können, was sie tun sollen.
Man bleibt mit den eigenen Füßen, ca 1 m vor dem Pferdekopf und die Gertenspitze führt wieder, kurz vor der Nasenmiitte beginnend, die Linie nach vorne. Wie eine Verlängerung der Wirbelsäule zieht sie die Linie, die das Pferd gehen soll. Zum Halt geht sie, wie eine Schranke, zu, parallel zu den Buggelenken. Bei Bedarf kann die Spitze auch am gegenüberliegenden Buggelenk tippen.
Nun ist es interessant zu schauen, ob das Pferd sich auch jetzt gerade bewegt, oder ins Schwanken kommt.
In der Position kann man auch Elemente des Lernparcours führen, die mehr Freiheit zur bessern Balance brauchen, wie das Mikado (Foto) oder der Stern. So kann die Huf-Auge Koordination verbessert werden.
Ich nutze diese Postion auch gern, wenn ich die Bodenarbeit ins Gelände verlege.
Die Variationen der Tellington Trainingspositionen unterstützen die Anpassungsfähigkeit, Selbstkontrolle, Konzentration und das Gleichgewicht.
Es gibt noch einige mehr, immer wieder an einem anderen Ort, in Bezug zum Pferdekörper, mit unterschiedlichen Leinenlängen.
So bleibt es immer interessant und anpassbar, an die jeweilige Situation, oder an den jeweiligen Lernschritt, für Pferd & Mensch
Bodenarbeit – Flexibilität
Ich könnte den ganzen Adventskalender mit der Tellington Bodenarbeit füllen, doch ich wollte ja etwas abwechslungsreich sein.
Ein Ziel der Methode ist die Förderung von Intelligenz, mit der Definition der Anpassungsfähigkeit an eine Situation. Das braucht Wahlmöglichkeit. Und dafür haben wir verschiedene Führpositionen und Bodenelemente.
Der fliesende Wechsel zwischen den Positionen ist ein wichtige Lernschritt und die dabei immer sichere Wechsel der Leinen und Gertenhaltung.
Wer sich darin sicherer fühlt, kann den abwechslungsreichen Parcours schön führen. Hier mal Beispiel mit versch. Elementen und 2Tanzschritten“
Wer schon geübter ist und einen ebensolchen Freund hat, kann sich dann auch im Spiegelparcours üben. Da führen 2 Leute gleichzeitig gespiegelt durch einen ebenso gespiegelten Parcours. Das war oft eine Aufgabe in den letzten Kursen zur Practitioner Ausbildung, damals. Denn zum sicheren Wechsel gehört dann noch der weiche, umfassende Blick, der auch den Partner sieht und sich anpassen kann. Ich unterrichte es bis heute gern auf den Kursen mit fortgeschrittenen Schülern. Auch toll zu Reiten.