2. Woche des Adventskalender :

9. Türchen BKBAdventskalende Körperarbeit

a) Hinspüren

Nachdem wir die Qualitätsschritte der Seitengänge in der 1. Woche hatten, wenden wir uns diese Woche der Körperarbeit zu.

Auch hier beginnt alles in dir und mit dir.

Zuerst: Die Abstufungen von Druck

In der Tellington Methode sprechen wir von einer Druckstärkenscala

Lege deine Finger auf das Jochbein unter deinem Auge und schiebe die Haut langsam etwas. Mach es so leicht, dass du das Jochbein nicht fühlen kannst. das es sich anfühlt als seien nur Muskeln darunter oder Fett, aber kein Knochen.

Das ist Druckstärke 1

Für Druckstärke 3 übe den Druck aus, der dich den Knochen gerade so fühlen lässt. Nicht mehr

Wir gehen nicht jede einzelne Stufe durch, die 2 liegt dazwischen.

Wenn du den Druck verdoppelst, also bei Druckstärke 6 bist, bist du auch an der Grenze des Angenehmen angekommen, am Jochbein. Mehr möchte man da nicht haben.

Nun hast du einen ungefähren Überblick.

Wenn du die gleichen Druckstärken, nachdem du sie am Jochbein gefunden hast, auf deinen Arm oder dein Bein überträgst, wirst du merken, dass sie sich da viel schwächer anfühlen. Darum üben wir am Auge.

Man kann auch auf dem Augenlid drücken, doch dann sind die Stufen schwerer zu benennen. Leicht ist, das bei der 1 der geringste Druck ausgeübt wird, mit dem man das Lied verschieben kann.

Bei den Pferden ist es selten notwendig über deinen Druck von 4 hinauszugehen.

Meist arbeite ich im Bereich 1 – 4.

Bei den Menschen brauchen wir häufig höhere Druckstärken, auch schon mal bis 10. Am Rücken wird hier oft die 8 gewünscht.

Das gilt natürlich nicht für alle Menschen, nichts gilt immer. Darum frage ich, den Mensch, das Pferd, den Körperbereich mit dem ich arbeite, was ihm angenehm ist.

Der Körper sagt es durch fest werden oder zurückweichen, das Pferd durch sein Gesicht, seine Haltung und seine Atmung, den Menschen frag ich nach einer Wohlfühlzahl, zwischen 1 – 10, wobei 10 großartig ist und 8 gut, 5 ok usw.

Probiere mal ein bisschen an dir selbst, wo du welchen Druck magst, geh dabei immer wieder zurück zum Jochbein um zu spüren bei welchem Druck du bist. Man täuscht sich oft.

schiebe die Haut dazu in kleinen Kreisen, ohne die Idee einer Massage. Lass es einfach nur eine sanfte, liebevolle Berührung sein.

schiebe die Haut dazu in kleinen Kreisen, ohne die Idee einer Massage. Lass es einfach nur eine sanfte, liebevolle Berührung sein.

10. Türchen

Atmung beobachten

Beginne bei deiner eigenen Atmung. Visualisiere alle Seiten deines Rumpfes als feine Seide. Stell dir vor, dass du durch dieses feine Gewebe atmen kannst. Es gibt 6 Richtungen dabei, nach vorne und nach hinten, nach oben und unten und auch nach rechts und links.

Nun lenke deine Aufmerksamkeit in eines der Felder und stell dir vor, dass der Atem dort durch die Seide fliest und bobachte was da geschieht. Also für eine Weile in Richtung des Schultergürtels , dann einige Atemzüge in den Rücken, zu einer Seite usw.

Lausche, Achtsam, ohne Erwartung, was geschieht.

wir denken beim Atmen oft nur an unsere Körpervorderseite, doch unser Brustkorb weitet sich auch hinten und seitlich aus, und es kann den Atem verändern, wenn du mehr Räume neugierig erforscht. Einfach nur durch Visualisieren und Betrachten.

Stell dir vor wie er nach und nach all die Seidenflächen durchfließt und, wenn es leichter wird, visualisiere dass er durch alle zur gleichen Zeit fliest.

Spüre in dich hinein, ob es überall gleich sanft und weich ist, Atme dabei leicht, ganz normal, weder besonders tief noch extra lang. Visualisiere nur den seidenweichen Raum und folge den Geschehnissen mit deiner wertfreien Achtsamkeit.

Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Lausche den Veränderungen, die nur durch deine Aufmerksamkeit und Visualisierung geschehen.

Beobachte auch, wie du dich nach der Übung fühlst.

Wenn es nicht zu kalt ist, bei deinem Pferd. schaue auch mal auf dein Pferd, mit dem gleichen Gedanken. Lass es dabei ganz in Ruhe, z.B. beim Fressen und beobachte nur, mit der Idee, dass auch sein Rumpf Wände aus Seide hat. Wo siehst du Bewegung und wo nicht.

11. Türchen
Atmung

Nachdem du deinen eigenen Atemraum besser kennen gelernt hast, hilf deinem Pferd dabei.

Stell dich eben dein Pferd und beobachte wie und wo es atmet.

Wenn dein Pferd noch nicht weiß, wie es sich neben dir normal verhalten kann, sondern ständig mit dir interagiert, probiere erst mal eine Weile nur da zu sein, ohne etwas zu wollen, ohne es zu berühren, in einer ruhigen Präsenz, so dass es merkt, es muss nicht immer was tun, wenn du da bist, sondern kann sich entspannen und ruhig weiter fressen oder auch dösen.

Wenn es das kann beginne dabei den Atem zu beobachten. Wo siehst du Atembewegung? Meist sieht man sie am Bauch, hinten unterhalb der Flanken. Seltener in den Rippen, vor allem vorn und noch seltener im Rücken.

Nun folge dem Atem deines Pferdes, versuch ob du genauso ein und ausatmen kannst, in seinem Rhythmus.

Wenn es recht schnell ist, folge nicht, das führt bei manchen Menschen zu unerfreulichen Emotionen und die sollten wir beim Pferd ja nicht haben. Dann atme einfach ruhig mit der Idee der Seide um deinen Körperstamm.

Während du mit dem Pferd zusammen im gleichen Rhythmus atmest entsteht oft eine schöne Verbindung.

Nun schau wo sich die Rippen bewegen und lege eine Hand dahin, ohne dein Pferd zu stören.

Auf Flanken oder Bauch lege ich die Hände nicht, nur auf den Brustkorb (s. Foto, vor der rot eingezeichneten Linie berühren)

Lass di Hand leicht liegen und begleite die Bewegung ohne sie zu ändern. Dann finde eine 2. Stelle und leg die 2. Hand auf.

Spüre eine Weile hin und beobachte den Rest des Brustkorbes. Nach ein paar Atemzügen entdeckt man das nun auch andere Bereiche mit Bewegung beginnen. Nimm dann eine Hand sachte weg und leg sie woanders auf. Beachte dich dabei so achtsam zu bewegen, dass du dein Pferd nicht störst, den Atem nicht veränderst.

Und so wandere lauschend mal mit der einen, mal mit der anderen Hand, an die Rippen und später vielleicht sogar auf den Rückenmuskel, in denen Bewegung zu entstehen beginnt.

Es ist eine sehr schnell wirkende Übung um den Atem zu verbessern, doch vor allem ist sie ein Magic Moment im Einssein mit dem Pferd. Manch sind sehr berührt von dieser innigen Verbindung die durch die Achtsamkeit und Sanftheit im Begleiten des Atmen entsteht.

Genieße den Moment, das ist wichtiger als das der Atem sich verbessert. Er wird es tun, wenn du in deiner Absichtslosigkeit präsent bist.

12. Türchen Haltung

Das Wichtigste für sanfte Hände, in der Körperarbeit oder beim Reiten/Führen ist das eigene Gleichgewicht.

Sobald ich aus meiner Mitte bin, werden die Hände fester, steifer, härter.

Eine Übung im Sitzen:

Setz dich vorne auf den Stuhl, Oberschenkel frei, spüre die Sitzbeine. Sie sind wie Kufen, darum kannst du auf ihnen eine bisschen nach vorne und hinten rollen. Nimm deinen ganzen Körper mit, roll nicht nur das Becken allein.

Roll nach vorne, als wäre dein Becken eine Schale, gefüllt mit warmer Vanillesoße, oder was auch immer du dir vorstellen magst, 🙂 die du nach vorne ein bisschen überlaufen lassen möchtest. Nur ein wenig. Bleib in der Position und spüre, wo in deinem Körper Anspannung fühlbar ist und wo du dann noch atmen kannst.

Dann mach das Gleiche nach hinten und spüre wieder in dich hinein.

Schließlich mach die Rollbewegung immer kleiner und prüfe immer wieder was du spürst bist du eine Ausrichtung findest in der keinerlei Spannung mehr fühlbar ist und du in alle Richtungen deines Seidentuches atmen kannst.

Das ist die Mitte, da ist das Becken in Neutralstellung und der Körper richtet sich mühelos auf. Hier hört jede Anstrengung auf.

So möchtest du auch im Sattel sitzen.

Im Stehen ist es etwas schwerer, doch probiere auf den Füßen zu stehen und zu fühlen, auf welchem Teil des Fußes du stehst. Dann verlagere auch hier dein Gewicht sanft. Mal zu den Zehen, mal zu den Fersen und evtl. auch mal zu den Seiten. Nimm dir immer Zeit die Spannungen zu entdecken, die du wahrnehmen kannst, wenn du nicht in der Mitte bist. Nimm dir Zeit zu fühlen, in welchen Bereich der Atem nicht mehr fliesen kann.

Dann finde die Mitte, in der es leicht ist zu stehen und du rundum atmen kannst. Auch in den unteren Rücken.

Spüre wo du dann auf deinen Füßen stehst und achte auch während dein Hände am Pferd sind, auf diese Haltung.

Manche haben das Gefühl das sie dann auf dem ganzen Fuß mehr stehen und nicht nur auf einem Stück das Gewicht tragen, andere entdecken den Balancepunkt am Fuß, der uns hilft weich und entspannt zu stehen und damit auch, so zu arbeiten.

Für manche Pferde macht es einen extrem großen Unterschied, wie der Mensch steht. Sie mögen die Berührung, wenn er in Balance steht und lehnen sie ab, wenn er es nicht tut. Ganz gleich welche Berührung. Sie spüren die Veränderung in den Händen sehr und während die einen es tolerieren halten es manche andern nicht gut aus. Wenn du deine Balance beachtest schätzen sie es alle mehr, auch die Stillen. ❤

13. Türchen Beobachtung mit Augen und Händen

Stell dich in etwas Abstand zum Pferd und beobachte mit sanften Augen:

Wie steht mein Pferd? Wie hat es seine Beine angeordnet? sieht das stabil aus, oder eher schräg? Beobachte das öfter, vielleicht erkennst du ein Muster, das dein Pferd öfter nutzt.

Gibt es Bereiche seines Körpers die deinen Blick anziehen? Ist das ein „Problembereich“, also machst du dir da immer Sorgen, oder ist da irgendwas das auf irgendeine Art „anders“ ist, als der Rest des Körpers?

Wenn du dir den Umriss deines Pferdes anschaust, dir vorstellst du würdest ihn mit einem Stift nachzeichnen. Wirkt der Körper dann harmonisch oder gibt es Knicke oder Wölbungen, die diese Harmonie stören? Das kannst du auch mal wirklich tun, mit einem Foto, und dir dann die Nachzeichnung anschauen.

Frage Kinder dein Pferd mal einfach anzuschauen, mit dieser Idee von Harmonie. Sie finden oft schnell die Stellen, die nicht so ganz passen, da sie Vorurteilsfreier sind.

Nun streiche sanft in längeren Linien mit einer Hand über den Körper. Die 2 Hand kann irgendwo in Kontakt sein, streicht aber nicht. Fühle mit der streichenden Hand wie sich die Muskeln und Knochen anfühlen. Wo ist dein Pferd härter oder weicher, als im restlichen Körper. Evtl spürst du auch Temperaturunterschiede.

Das ist im Winterfell, vor allem bei langem Winterfell, nicht so einfach, da die Temperatur ja durch das schützende Fell nicht nach aussen gelassen wird. Beachte das Sonne und Regen die „aussen“ Temperaturen des Fells verändern, berechne das also mit ein, wenn du fühlst, denn innen, also unter dem Fell, kann dein Pferd doch warm sein, auch wenn es sich aussen kalt anfühlt, im Winter.

Spüre ob dein Pferd überall Berührung schätzt, oder an manchen Stellen besorgt ist, oder es auch mehr geniest

Achte darauf nicht zum Kratzbaum zu werden, sondern im Fühlen zu bleiben. Manche Pferde müssen das heutzutage erst lernen, dass man sie am ganzen Körper anfasst, aber gar nicht kratzen will, sondern nur fühlen.

Sei in liebevoller Achtsamkeit, nicht auf „Fehlersuche“ Nimm nur wahr, schreib dir auf was du spürst oder siehst. dann kannst du beobachten ob es sich verändert, wenn du mit deinem Pferd arbeitest.

Lächle und fühl die Liebe zu deinem Pferd, während du das tust.

Linda Tellington-Jones lernte von ihrem Großvater: „Berühre ein Pferd immer so, dass es sich bei dir wohl und sicher fühlt“

14. Türchen
nun, mit deinem ausbalancierten Körper, weichen Händen undAchtsamkeit stell dich hinter dein Pferd, sofern ihr genug Vertrauen zueinander habt, und leg deine Hände sacht auf das Becken. Kennst du die Anatomie des Pferdes? Hast du eine Idee wo das Kreuzbein ist, die Darmbeine, und das berühmte ISG, das Kreuzdarmbeingelenk?

Leg die Hände hin, ohne dein Pferd zu stören und fühle, ob du Bewegung im Becken wahrnehmen kannst.

Dann rutsche langsam nach hinten, neben den Schweif und fühle die Sitzbeinhöcker. Sie sind die einzigen Knochen, die du von hinten spüren kannst (ausser dem Schweif natürlich)

Leg deine Hände drauf, ohne zu drücken. Manchmal kann man auch hier eine Atembewegung fühlen. Schließ die Augen und versuche dir vorzustellen, dass es eine Verbindung nach vorne gibt. Fühlt sich eine Seite stabiler an?

Und dann mach den sanftesten Support auf der Seite, an der du die klarere Verbindung fühlst. Nach vorne, zur Schulter hin. Stell dir vor du würdest dem Sitzbein etwas Unterstützung anbieten. Lausche was geschieht.

Sei achtsam, nicht mehr als Druckstärke 2, beobachte, ob dein Pferd seinen Atem verändert, ob es beginnt tiefer und weiter zu atmen, oder kürzer. Ob es sich entspannt oder den Kopf hebt.

Wenn es kürzer atmet und den Kopf hebt reduziere den Druck, prüf deinen Stand.

Nach ein paar Sekunden, lass die leichte Stütze langsam los und beobachte die Reaktion.

Dann mach das Gleiche auf der anderen Seite. Da die noch nicht so klar war, in der Verbindung, mach es sanfter. Vielleicht kannst du spüren, wie sich der Körper reorganisiert und die Verbindung herstellt, wie eine Antwort auf deine Frage.

Lausche all den kleinen Zeichen deines Pferdes.

Achte auf Sanftheit, Wertfreiheit und sei neugierig, statt zielorientiert.

Erinner dich an das Gefühl der Liebe und/oder Dankbarkeit für dieses wunderbare Wesen in deinem Leben.

Wiederhole es und spür die Veränderungen.

Am Ende unterstütze beide Sitzbeine, max. Druckstärke 3, wenn es sich stabil anfühlt und dein Pferd nicht nach vorne schwankt. Spüre die kraftvolle Verbindung. Damit hilfst du deinem Pferd dieses Gefühl zu stärken und seinen Körper besser zu nutzen. Sei lieber zu sanft als zu fest

15. Türchen
Die Wirbelsäule des Pferdes besteht aus 7 Halswirbeln, 18 Brust- und 5-7 Lendenwirbeln, den. unbeweglichen Kreuzwirbeln und 15 – 21 Schweifwirbeln

Die letzten stehen uns frei zur Verfügung, da sie vollständig berührbar sind. Doch sollten wir uns immer erinnern, das auch sie ein Teil der Wirbelsäule sind und mit den andern zusammen wirken. Was an den Schweifwirbeln geschieht wirkt sich auf alle andern aus. Die Schweifwirbel können uns viel erzählen, über den Zustand des Pferdes.

Ich prüfe und löse (wenn nötig) den Schweif immer, bevor ich mit einem Pferd zu arbeiten beginne.Denn wenn es Spannung im Schweif hat, hat es die auch im Rücken, und dann setzte ich mich nicht drauf. Das dient unserer beider Sicherheit und Vertrauen. Denn ich habe allen Pferden versprochen, dass ich tue, was in meiner Macht liegt, dass sie n meiner Nähe frei von Schmerz und Angst sind. Und den Schweif zu prüfen und zu lösen, hilft sehr das Vertrauen wert zu sein.

Pferde wie Hunde können „den Schwanz einziehen“ wenn sie ängstlich sind. Beim Pferd kann man manchmal fühlen, wie der schweif zwischen den Beinen klemmt und nicht locker hängt, oder er fühlt sich an wie ein Stab, statt einer Wirbelkette, manchmal in bestimmten Bereichen mehr und in andern weniger, oder er hängt so „lose“ am Becken, das man meinen könnte, er sei nur angesteckt, wie bei dem Esel in dem Märchen von Winnie Puh.

Ein locker hängender und pendelnder Schweif ist ein Zeichen von #Losgelassenheit, also ein Indikator für ein Pferd das sich wohl fühlt, in der Bewegung.

Dabei wölbt er sich normalerweise ein klein wenig vom Becken weg, man sieht zwischen Po und Schweif durch, in Bewegung, im Stehen hängt er flacher.

Manch ein Schweif ist so schwer, aufgrund zu vieler Haare, dass die Pferde ihn nur mühsam heben können. Der Dauerzug dieses Gewichts nach unten wirkt sich negativ auf den ganzen Körper aus. Wer seinem Pferd hier helfen möchte kann die Haare ausdünnen.

Doch bevor du schneidest, fühle!

Lege deine Hände wieder achtsam auf das Becken, während du hinter deinem Pferd stehst. Nimm dir Zeit wieder mit deinem Pferd zu atmen. Stell sicher, dass du in Balance bist und das Gewicht deiner Hände selbst trägst und nicht auf dem Pferd ablegst.

Wenn ihr im guten Einklang seid, gleite langsam nach hinten zum Schweif. Beobachte die Reaktion des Pferdes. Ist es einverstanden und längt den Hals, atmet entspannt, oder hebt es. ihn besorgt und kürzt die Oberlinie?

Respektiere seiner Zeichen und halte an, wenn es mit Unsicherheit reagiert. Mach da ein paar TTouch Kreise um das Vertrauen in dem Körperbereich zu stärken.

Wenn du am Schweif bist, nimm mit einer Hand eine Handvoll Schweifhaare, ca. 20 -30 cm nach dem Schweifansatz (je nach Pferdegröße) und zieh sich sacht nach hinten oben um zu sehen wie locker oder leicht der Schweif deines Pferdes ist. Mach das langsam, erinnere dich, es sind nicht nur Haare, du bewegst die Wirbelsäule deines Pferdes.

Wenn dein Pferd keine Sorgen hat, schieb die Hände unter den Schweif, als wolltest du auch hier in wenig Stütze geben, etwas von dem Gewicht des Schweifes übernehmen. Nimm ihn dafür nicht weit weg, gerade so, wie es langsam und ohne Aufwand von Kraft geht. Erinnere dich an die Druckstärken. Wieviel brauchst du hier, um den Schweif anheben zu können?

Geh nur soweit bis du merkst die Druckstärke würde nicht um 1 Punkt erhöhen. Dort kehre um.

Nun lege eine Hand so weit nach oben um den Schweif, wie das Pferd es angenehm findet. Leg den Daumen nach oben. und die andern Fingerkuppen unter die Schweifrübe. achte darauf das nicht mehr als Druckstärke 2 in deinen Händen ist, dabei.

Dann lege die andere Hand ein Stücke tiefer, ebenso.

Und nun spiele langsam mit der Wirbelkette. Wandere nach oben und unten während du herauszufinden versuchst, wie beweglich die Wirbel zueinander sind, in dem du den oberen jeweils still hälst und den darunter ein wenig auf und ab bewegst.

Es reicht eine kleine Bewegung zu machen, suche nicht nach der Grenze, sondern nach Leichtigkeit.

Spiele so mit allen Wirbeln und lausche auf Spannungsmuster.

Dein sachtes, langsamen Spiel kann Anspannungen lösen und so die Wahrnehmung und Beweglichkeit fördern.

Beides unterstützt nicht nur die Tragfähigkeiit und Rückengesundheit deines Pferdes, sondern kann ihm auch zu mehr Sicherheit verhelfen.

Im Silvesterwebinar mit LTJ sprachen wir darüber, dass auch die Schweif-TTouch hilfreich sind, einem Pferd in schreck- und Angstsituiationen zu helfen, wenn es diese Arbeit schon zuvor kennt. Darum ist das eine gute Sache, die man dann auch mal machen kann, bevor der Hufschmied kommt, wenn man auf einem neuen Hof ist, vor dem Turnier etc.

Wie das Fjordpferd seinen Aalstrich bekam

Einige von euch kennen sie vielleicht schon – die Geschichte, wie das Fjordpferd zum Aalstrich kam. 🎅
St. Nikolaus und Knecht Ruprecht standen fassungslos im Schneegstöber vor Ihrem schwer beladenen Schlitten. Die Rentiere scharrten verdrossen mit den Hufen im Schnee und schüttelten die Köpfe. Man musste kein Fachmann sein um zu sehen, was sich hier anbahnte.
Die totale Weihnachtskatastrophe. Das Aus für das Weihnachtsfest. Zumindest für dieses Jahr. Der Schlitten war kaputt. Die aus Eiskristallen geschmiedeten Kufen endgültig gebrochen.
Nur die Eiszwerge aus den 7 Eisbergen schmieden solche Kufen, das wussten Nikolaus und Ruprecht ganz genau, und leider wussten sie auch, wie lange so was dauert. „10 Monate, Minimum!“, stöhnte Ruprecht. Er erinnerte sich sehr wohl daran, dass ihm Nikolaus im letzten Januar den Auftrag gegeben hatte, neue Kufen zu bestellen. Erwähnen wollte er dies momentan nicht gerade, aber er schämte sich sehr und dachte an all die Kinder auf der Erde.
Nikolaus gab sich einen Ruck. „Dann müssen die Rentiere die Säcke halt tragen!“ Erschrocken wichen die Tiere ein paar Schritte zurück. Aber das half nichts, Ruprecht nahm einen der prall gefüllten Säcke und packte ihn dem größten der Tiere auf den Rücken. Das hätte er besser nicht tun sollen. Die Hinterhufe wirbelten durch die Luft, das Geweih bohrte sich wütend in den Schnee und der Sack flog Ruprecht in hohem Bogen vor die Füße. Im Inneren des Sackes gab es ein sehr gemeines Geräusch, das einen an Müllcontainer und Kindertränen denken ließ. Die Rentiere drehten den beiden Alten die Hinterteile zu. „Mit uns nicht, wir ziehen notfalls deinen Schlitten, aber wir sind keine Lastesel!“, schien darauf zu lesen zu sein. Dann zogen sie ab.
Es wurde sehr still. Ratlosigkeit wirbelte in weißen Flocken durch die Luft. Weihnachten rückte in weite Ferne. Irgendwo wieherte ein Pferd. „Das ist es!!“ entfuhr es dem sonst so ruhigen Heiligen mit einem kleinen Quiekser „wir brauchen Pferde! Schnell!“ Mit diesen Worten scheuchte er einige Dutzend Engelchen auf, die auf einer Tanne gesessen und Lametta poliert hatten. „Pferde“ riefen sie aufgeregt, erst leise, dann immer lauter “ St. Nikolaus braucht Pferde!“ und flogen los um den Pferden der Welt den Ruf des Nikolaus mitzuteilen.
Es dauerte nicht lange und sie kamen. Pferde aus allen Ländern, in allen Farben in jeder Größe, sogar ein grünes Karussellpferdchen war dabei. In einer langen Karawane trabten, galoppierten, tänzelten, tölteten, piaffierten und schritten sie durch den Schnee heran um St. Nikolaus ihre Hilfe anzubieten. Es war ein erhebender Anblick von seltener Schönheit. Als erstes drei Araber mit geblähten Nüstern; den Wüstenwind im Atem fegten sie heran wie ein Sandsturm und kamen kaum zum Stehen. „Nimm uns“ wieherten sie, „wir sind schneller als der Wind, nimm uns!“ Begeistert von den edlen Tieren wollte Ruprecht dem ersten gerade einen Sack auflegen, da blies der Nordwind dem Rappen in die seidige Mähne und der rannte los.
Berauscht von der eigenen Schnelligkeit riss er die anderen mit sich und sie flogen davon, ohne woher und wohin. “ Nun“ sagte Nikolaus bedächtig “ ich denke ein wenig ruhiger sollten unsere Weihnachtspferde schon sein.“ Als nächstes kam ein kleines Shetlandpony, energisch stapfte es herbei, obwohl es fast im hohen Schnee versank und begann in den Taschen von St. Nikolaus nach einer Mohrrübe zu suchen. Als aber Knecht Ruprecht mit dem Sack kam, war dieser so groß, dass er auf beiden Seiten des Pferdchens bis auf den Boden herunterhing. “ Nun“ sagte Nikolaus mit einem Schmunzeln “ ich denke ein wenig größer sollten unsere Weihnachtspferde schon sein, aber warte nur, ich will dich mit zur Erde nehmen, da weiß ich ein kleines Mädchen, das die Taschen voller Mohrrüben hat.“
Das hörten die Shire Horses, groß und gewaltig, mit Hufen wie Kanaldeckel, schritten sie herbei dass die Erde bebte. “ Leise, leise!“ schimpfte Rupprecht “ Ihr weckt ja alle Kinder auf!“ und als er einem der Riesen einen Sack auflegen wollte, gelang es ihm nicht, das Tier war einfach zu groß. Nikolaus seufzte und schloss die Augen für einen Moment als er spürte, wie es neben ihm zitterte. Zwei Andalusier, mit gebogenem Hals und glänzendem Fell verbeugten sich vor ihm. Auch sie wollten dem Nikolaus helfen, aber der Nordwind ließ sie schaudern. Nikolaus dankte ihnen: „Geht nach Hause, grüßt mir die Sonne Spaniens!“ Bei sich dachte er, dass ein Weihnachtspferd doch auch richtig wetterfest sein sollte.
Die lange Reihe der Pferde wurde immer kürzer, manche Tiere waren zu schnell, manche zu langsam, manche zu aufgeregt um auch nur eine Minute ruhig zu warten und andere schliefen fast ein. Einige glitten im Schnee aus und fanden, irritiert durch das viele Weiß, den Weg nicht mehr. Die Isländer liebten den Schnee, aber sie versuchten die Säcke im Rennpass zu transportieren, die dabei natürlich abrutschten. Die Lippizaner wären fast für immer verschwunden, weil niemand sie im weißen Schnee entdecken konnte, ein deutsches Reitpony schnappte vor lauter Aufregung nach St. Nikolaus und die schönen, lackschwarzen Friesen mit der wallenden Mähne fanden, dass ihnen die braunen Säcke farblich nicht standen, außerdem waren sie im weißen Schnee viel zu auffällig. Nur Knecht Rupprecht, dessen Lieblingsfarbe schwarz war, hätte das nicht gestört.
Jetzt waren gar keine Pferde mehr da. Alle hatte Nikolaus nach Hause schicken müssen.
Alle?? Nein, nicht alle! Etwas weiter hinten stand noch ein Grüppchen unauffälliger falber Pferde im Schnee. Nicht groß und nicht klein,nicht zu dunkel und nicht zu hell, zottig wie die Teddybären, mit vereisten Nikolausbärten im Gesicht standen sie geduldig da und warteten, bis sie an der Reihe wären.
Kleine Dampfwolken kamen aus ihren Nüstern. St. Nikolaus trat zu ihnen. Und er sah ihnen in die Augen. Und wusste, dass er gefunden hatte, was er gesucht hatte. Denn diese Augen sagten ihm: Wir tragen deine Säcke und dich fleißig und unbeirrt durch Eis und Schnee. Wir warten geduldig vor der Tür, wenn du bei den Kindern bist. Wir fressen alles, wenn dir der Hafer mal ausgegangen ist, notfalls auch Lebkuchen oder deine Butterbrote. Und wenn du nach deiner langen Reise müde bist und uns vor lauter Müdigkeit in die falsche Richtung führen willst, sei unbesorgt, wir setzen uns schon durch und zeigen dir den richtigen Weg nach Hause.
„Das sind sie, meine Weihnachtspferde!“ rief Nikolaus. „Ruprecht, bring die Säcke!“ Ruprecht kam zwar mit den Säcken, war aber noch nicht so ganz überzeugt. Er hätte sich wohl zu gerne auf einem eleganten Friesen durch die Welt reiten sehen. Deshalb begann er erst einmal zu mäkeln: „Wie soll ich denn die beladen, die haben ja gar keinen Widerrist, da weiß ich ja gar nicht, wo die Mitte ist und wie ich das Gewicht richtig verteilen soll.“ „Ach, Ruprecht!“ seufzte St. Nikolaus, der die Eitelkeiten seines Knechts sehr wohl kannte. Dann zwinkerte er dreimal und die falben Pferdchen hatten alle einen langen, dunklen Strich von vorne bis hinten, genau in der Mitte des Rückens, um Knecht Ruprecht zu zeigen, wie er sie bepacken sollte.
Und wer mir nicht glaubt, dass die Fjordpferde einmal das Weihnachtsfest gerettet haben, braucht nur mit mir in den Stall zu kommen, dann zeig ich ihm auf ihrem Rücken das Zeichen von St. Nikolaus.
(Verfasser unbekannt) Danke an Fjordpferd Kerwin für Foto und Geschichte)

Seitengänge, wie macht man sie förderlich

Jeder gute Reiter/Pferdetrainer weiß das der eigene Körper das Hauptsprachrohr ist, in der Kommunikation mit dem Pferd und wer gut anleiten will, ob im Sattel oder am Boden, muss wissen/fühlen, was er wirklich tut. Seitengänge werden heutzutage als Allheilmittel und Grundübung für jedes Pferd dargestellt. Doch nur bei guter Qualität helfen sie dem Pferd wirklich. Andernfalls stören die „Hilfen“ mehr als sie helfen. In dieser Woche sind die Details teil meines Adventskalender 2024 für euch. Hier im Blog schreibe ich euch wochenweise, da diese unterschiedliche Themen haben.

„Vor dem Seitwärts kommt das Gerade!
 Wenn du Seitengänge nutzen willst, um dein Pferd zu lösen oder zu kräftigen, muss es zuerst geradeaus laufen können.
Es ist aber ziemlich unvernünftig, von ihm zu erwarten, dass es geradeaus läuft, wenn du es selbst nicht tust. 
Stell dich ruhig hin, zeichne das Haus vom Nikolaus in dir, dass du evtl. aus meinem Buch kennst, oder aus meinem Unterricht.
Zentrieren dich in der Körpermitte, hab weiche Augen, mit peripherem Blick, und gehe ruhig auf einer geraden Linie nach vorn. Stell dir eine Linie am Boden vor, die du entlang wanderst. Rechter Fuß rechts der Linie, linke Fuß links.
Achte darauf, ob Becken und Schultern den gleichen Abstand zu der Linie halten. Machst du mit beiden Füßen gleichlange Schritte? Tritt ein Fuß lauter auf? Wie bewegen sich deine Schultern und Arme.
Es hilft, wenn Ihnen jemand zuschaut und dir sagt, ob du gerade bist oder nicht und wo die Ungleichheiten sichtbar ist. Es kann auch hilfreich sein, wenn du auf einen Spiegel zugehst, so wie wir es in einer Reithalle oft machen. Denke daran: eine nicht korrekt ausgeführte, aber gewohnte Bewegung kann sich richtig anfühlen und die korrekte, ungewohnte Bewegung falsch. Nehmen dir Zeit herauszufinden, wie es sich anfühlt, wenn du gerade und symmetrisch bist. Dann wird es am und auf dem Pferd leichter.“
Dein Pferd folgt deinem Körper, darum ist es wichtig, dass du weißt (und du weißt nur, wenn du fühlst) was du tust.

Stehe ruhig und denke an die Seitwärtsbewegung nach links.
Die Hilfengebung kommt aus der Körpermitte.
Zentriere dich – die Kugel liegt 2 Finger unterm Nabel, vor der Wirbelsäule. Stell dir vor sie rollt da leicht rückwärts. Nicht nach hinten, sie bleibt am Platz und dreht sich auf der Stelle. Vielleicht kannst du spüren wie deine Hüftgelenke weicher werden und die Beine loslassen.
Jetzt stell dir vor dass sich die rotierende Kugel etwas nach links dreht. Dreht, nicht rollt!! Sie bleibt genau in deiner Mitte und über der Wirbelsäule des Pferdes. Du kannst dir vorstellen dass durch deinen Körper eine Achse verläuft. Die Kugel bleibt auf der Achse und dreht sich etwas nach links. Beobachte, wie diese kleine Drehung die Positionierung des Körpers verändert. Das Becken wird sich nach links drehen wollen. Lass Brustkorb, Schultern und Kopf dieser leichten Drehung folgen. Das linke Bein bleibt geerdet. Kannst du spüren, wie sich das Hüftgelenk ein wenig nach hinten orientiert, wenn du dich drehst. Dein rechtes Bein wird locker, in der Vorbereitung leicht zu kreuzen.
Jetzt im Gehen:
Gehe in der geraden Linie vorwärts. Dann drehe die Kugel etwas nach links, erlaube dem rechtes Knie sich zu beugen und diagonal nach vorne links zu kreuzen. Gehe nach ein paar Schritten wieder geradeaus, reorganisiere dich und mach es erneut.
Versuche herauszufinden wie du das Drehen der Kugel mit dem Rhythmus deiner Schritte übereinstimmen lassen kannst. Wenn du es auf einer Seite gut hin bekommst, wechsele die Richtung.
Ich liebe es immer diese Übungen beim Spazierengehen, bzw. Joggen einzubauen.Einfach mal kurz zentrieren, ausrichten, weiche Augen, fühlen, umsetzen.
Trockentraining kann man nahezu überall machen und und es macht uns schnell erfolgreich. Das schont das Pferd, da es unser Ausprobieren nicht aushalten muss, sondern gleich viel besser angeleitet wird.

Noch ein paar Qualitätschecks:
Halte den Körper aufrecht, bleibe in der Achse. Jetzt stell dir vor du wärst das Pferd; deine Beine sind seine Hinterbeine, die Hände (in der Luft) stellen die Vorderbeine dar. Versuch mit der Bewegung der 4 „Beine“ ein paar Schritte nach links, korrektes Gerade, ein paar Schritte nach rechts. Stell sicher, dass die geraden Schritte nicht verhalten sind, sondern eine schöne Vorwärtsenergie haben, so dass der Takt erhalten wird.
Für das Pferd, wenn du die Übung führst oder reitest, ist diese Vorwärtsenergie besonders wichtig, um es gerade und durchlässig zu halten
Jetzt beginne zu spielen: Such dir einen Rasen, einen Hof oder eine Halle/Reitplatz. Beginnen Hufschlagfiguren zu gehen. Wechseln immer wieder vom Gerade gerade zur Diagonale und zurück zur Geraden. Achte auf Takt, Gleichgewicht und genug Vorwärts. Nicht eilig, aber auch nicht verhalten. Finde den normalen Schritt zwischen dem Seitwärts.
Stell dir vor, deine Füße hinterlassen Fußabdrücke, wie die Hufabdrücke. vielleicht findest du dazu etwas Schnee oder eine frisch gefahrene Bahn. Dann kannst du schauen wie du gelaufen bist.
Jetzt gehts ans Experimentieren und Spaß haben. Erinner dich, das es wichtig ist, regelmäßig geradeaus zu gehen um die Freude an Bewegung, Gleichgewicht und Takt zu erhalten

Wie stark muss man die Kugel drehen?
Wann immer du vom Zentrum aus arbeitest, denk dran :“weniger ist mehr“. Versuch große Bewegungen und du wirst merken, wie uneffektiv du bist und wie sich dein Körper verdreht und schief wird. Erinner dich an weichen Augen, Zentrierung und Atmung. Achte darauf, dass die Kugel in die gleiche Richtung wie die Nase zeigt. Achte darauf, dein Gesicht nicht weiter zu drehen, als auf die Linie die du wirklich gehen willst. Beobachte, wie ein zu starkes Drehen dein Gleichgewicht stört und du die Achse verlierst. Entdecke wie wenig Aufwand nötig ist.

Nachdem du jetzt die Seitengänge im eigenen Körper gut ausführen und spüren kannst, kannst du die Übungen in den Sattel übertragen.
Und auch hier beginnen es im des korrekten Geradeaus.
Zuerst: Zentriere dich. Beachte, dass die Kugel in der Achse bleibt, was immer du reitest, sie sollte nie zu irgendeiner Seite kullern.
Zentriere dich und reite gerade.
Nutze Hufschlagfiguren mit langen, geraden Linien, ganze Bahn, durch die Bahn wechseln. Sieh die gerade Linie genau vor dir. Wenn du den Zielpunkt/Buchstaben anvisierst beachte, dass dieser konstant mittig zwischen den Ohren deines Pferdes liegt.
Später probiere den Wechsel durch die Länge der Bahn, das ist anspruchsvoller, weil die seitliche Orientierung fehlt.
Schau auf die Bahnpunkte, das hilft enorm. Wenn du keine hast bastel dir Markierungen. Manche meiner Schüler stellen sich kleine Eimerchen oder Hütchen unter die Reitplatzeinzäunung, andere malen die Buchstaben auf die Stangen.
Ich sehe immer wieder, das Leute, die ohne Bahnpunkte reiten, weniger gerade Pferde haben, als die, die korrekt von Punkt zu Punkt reiten. Die Wirkung einer guten Linienführung auf die Pferde ist enorm.
Und dann beginne Figuren mit Wechsel, wie Schlangenlinien durch die Bahn, zwischen den Bögen korrekt Gerade, oder Kehrtvolten, mit exaktem Gerade zum Hufschlag und dann das gerade Reiten auf dem 2. Hufschlag. Give it a try, es mag dein Gefühl trainieren, zu spüren wohin die Hinterbeine des Pferdes fußen und wann ihr ins Schwanken geratet.
Achte auf deine Achse und das Schulter und Hüftgelenke den gleichen Abstand zur Mittelachse haben. Prüfe deine Sitzbeine, sie liegen direkt unter den Hüftgelenken. Haben sie den gleichen Abstand zur Wirbelsäule des Pferdes.
Ja, das hört sich erst mal sehr schwierig an, doch frag dich, ob dem so ist. Je öfter du dich fragst und hin spürst, desto besser wird deine Wahrnehmung.
Du kannst eine Hand unter ein Sitzbein legen, das unterstützt das Fühlen.
Die Sitzbeine zu fühlen ist essentiell für einen guten Sitz. Durch sie nehmen wir wahr wie das Pferd seine Hinterbeine bewegt, und nur, wenn wir in natürlicher Aufrichtung sitzen spüren wir sie gut, aber nicht spitz.
Tipp: Wenn du sie gar nicht spürst, lass dich von jemand führen und leg die Knie über die Pauschen. Dont‘ worry, Gefühl entsteht wenn man sich Zeit lässt und hin spürt und Spannung reduziert. Es ist ebenso lernbar wie alle andern Fähigkeiten.

Vor dem Seitwärts kommt das Gerade !
Ob in der Bodenarbeit oder beim Reiten. Versuche nun bei deinem Pferd die gleichen Qualitäten zu finden, wie in deinem Körper.
Was du in dir selbst gefunden hast, kannst du auch bald im Pferd fühlen.
Durch Feldenkrais habe ich in mir das Zusammenspiel des Körpers entdecken gelernt und dadurch die Biomechanik des Pferdes verstanden und kann nun sehen und fühlen, was mir vorher verborgen blieb.
Versuche dein Pferd über die Zügel so zu leiten, dass der Kopf genau vor der Hinterhand ist. Das braucht etwas Zeit und Übung. Du musst dazu nicht immer wieder nach hinten schauen. Versuch dich einzufühlen.
Fühle evtl zuerst, ob der Kopf deines Pferdes mittig zwischen den Vorderbeinen ist. Wenn du das fühlen kannst lenke deine Aufmerksamkeit weiter nach hinten, in den Rücken und schließlich in die Hinterbeine.
Wenn du das Glück einer frisch gefahrenen Reitbahn hast, oder Sand nach dem Regen, kannst du wunderbar schauen, ob das was du fühltest der Realität entspricht, die Hinterhufe genau ind die Spur fußen.
Sollte dein Pferd den Kopf die ganze Zeit zu dir gedreht halten, kannst du es mit beiden Zügeln ein wenig gerade führen. Beide Hände führen den Kopf in die Mitte.
Achte darauf dass du das Pferd nicht nach aussen oder innen stellst, suche ein Gefühl für die Mitte. Das ist schwerer als zur Seite, aber es lohnt sich zu lernen.
Lenke deine Aufmerksamkeit immer wieder nach hinten, bis du eine Idee dafür bekommst ob der Kopf auch mittig zwischen den Hinterbeinen ist.
Mit der gleichen Idee kann man natürlich auch reiten

Achte auf deine eigene Ausrichtung, bleib auf der Mittellinie, mit deiner Kugel. Lass deine Achse gerade, was auch immer du anleitest. Wendungen oder Seitengänge. Dreh deine Kugel aber lass sie nirgendwohin rollen.
Lausche dem Rhythmus der Hufe. Sind alle 4 gleichlaut, oder hörst du 2 lauter?
Entwickle ein Gefühl für den Takt des Pferdes, damit er in den Seitengängen erhalten bleibt. Atmen kann hier helfen. Atme über 4 Schritte ein und über 4 schritte aus. Das fördert den Takt, deinen und den deines Pferdes.

Die Vorhandwendung ist ein praktischer Weg, den Reiter zu lehren, die Hinterhand seines Pferdes zu fühlen und das Pferd zu lehren, sich mit seiner Hinterhand vom Schenkel des Reiters wegzubewegen. Korrekt ausgeführt, beschreiben die Vorderhufe des Pferdes dabei einen kleinen Kreis auf einer Stelle, während die Hinterhufe in einem großen Kreis um sie herumtreten. Halte auf dem 2. Hufschlag an der langen Seite
Die richtige Hilfe für die Vorhandwendung nach links ist einzig und allein der treibende rechte Schenkel. Die erste spontan Reaktion des Pferdes ist das Vorwärtsgehen. Das verhindert man dann mit verhaltenden Zügelhilfen. Steht das Pferd daraufhin still, lass deine Hände sofort nachgeben, sonst weicht das Pferd nach hinten aus.
Nur einen Schritt, dann halt, und dann erneut nur 1 Schritt.
So kannst du deineHilfen, und wie das Pferd sie umsetzt besser prüfen. 

Sei entspannt, aber aufmerksam genug, um andere Hilfen korrigierend einsetzen zu können. Evtl wird dein Pferd über die linke Schulter ausfallen. Verhindere dies mit dem verwahrenden äußeren Zügel. Der innere Zügel kann dabei locker sein, muß aber immer leichten Kontakt zum Pferdemaul haben

Sobald du erreicht hast, daß das Pferd auch nur einen Schritt mit der Hinterhand korrekt zur Seite tritt, höre mit allen Hilfen auf, bleib ruhig stehen und lobe deinPferd (und vielleicht auch dich selbst). Mache dann weiter, Schritt für Schritt, bis Sie um 90, später 180 Grad gewendet haben, und reiten dann im Schritt an. Wenn das Pferd das willig und leicht in beide Richtungen ausführt, versuche es mit zwei aufeinanderfolgenden seitlichen Tritten. Wenn du mehrere aufeinanderfolgende Tritte willst, beachte dass es auf jede neue Hilfe wartet und nicht vorauseilend weiterläuft.

Beim Vorbereiten des Pferdes, erinnere dich, dass es zuerst geradeaus laufen können muss. Bevor du das Pferd gerade richten kannst, stell sicher, dass du selbst im Gleichgewicht. Spürst du beide Sitzbeine gleichstark und Gleichheit von der Wirbelsäule des Pferdes entfernt? Hast du auf beiden Steigbügeln dasselbe Gewicht? Sind deine Schultern parallel zu denen des Pferdes? Oder ist die eine Schulter vor oder hinter der anderen?
Sobald du deine Haltung verbessert hast, achte auf das Pferde. Tritt es mit den Hinterhufen in die Spuren der Vorderhufe! Beim geradeaus reiten und auf dem Zirkel? Wenn nicht, richten zuerst die Hinterhufe in die Wunschrichtung aus. Dann setzt die Vorhand genau vor seine Hinterhand. Dazu stell sicher dass deine Sitzbeinhöcker gleichmäßig im Sattel ruhen und dass dein Pferd zwischen deinen Beinen und Armen mittig eingerahmt ist. Setz die Schenkel ein, um die Hinterhand auf der Spur zu stabilisieren. Wenn das Pferd mit der Schulter etwas rechts von der Spur läuft, zentriere dich halte gleichmäßigen Zügelkontakt dreh deine Kugel etwas nach links. Der linke Zügel kann sich behutsam etwas nach links öffnen und der verwahrende, rechte sacht gegen den Hals legen, um die Vorhand nach links zu dirigieren. Nimm also beide Hände etwas nach links. Achten darauf, nicht nur Kopf und Hals des Pferdes zu bewegen, sondern die ganze Vorhand.

Die Hilfen:
Zentrieren und Erden.
Balance, Verbinde deine Körpermitte mit dem Pferd. Die Beine umrahmen den Brustkorb wie den eines Vogels, die Zügel verbinden dein Zentrum mit dem Pferdekopf.
Sowohl die Energie, als auch die Hilfen für die Seitenginge kommen aus Ihrer Körpermitte.Nach jeder Hilfe richte deine Balance neu aus, durch Zentrieren, Erden, weiche Augen.Während die Kugel leicht in die Bewegungsrichtung rotiert, spüre, wie diese Rotation im Takt des Pferdes erfolgt. Nase und Bauchnabel bleiben übereinander. Wenn du den Kopf weiter drehst als den Körper (sieht man heute schon in Wendungen oft), bringst du dein Pferd aus dem Gleichgewicht.
Lassen das Pferd nur wenige Schritte seitlich übertreten. 2 oder Reite dann wieder geradeaus. Halte dich ausbalanciert und mittig über der Wirbelsäule des Pferdes. Lass Oberkörper mit Becken und Schultern aus der Körpermitte rotieren. Nicht zu weit zu drehen. Es braucht nur sehr wenig.
Nimm dir Zeit und denk dran, dass die Körpermitte und Hände die Vorhand des Pferdes kontrollieren und die Körpermitte in Verbindung mit deinen Beinen, die Hinterhand. Dazu bewege deine Schultern etwas von der Spur weg und wieder dorthin zurück. Aus dieser Bewegung wird nachher Schulterherein Bewege die Hinterhand etwas nach innen und führe sie zurück. Das ist Kruppeherein. Wenn die Seitengänge unterstützen sollen, den Bewegungsablauf des Pferdes zu verbessern, ist deine Selbstwahrnehmung und Selbstkontrolle von essentieller Bedeutung. Zentriert, losgelassen, mit weichen Augen und fliesendem Atem kannst du dann das Gleichgewicht deines Pferdes erhalten und es wird sich leicht und ohne Verspannungen gern mit dir bewegen. Auch das Pferd braucht dazu weiche Augen und den fliesenden Atem, die Zeichen der Losgelassenheit. Wenn man das Reiten von Seitengängen auf diese Art ins Training aufnimmt, wird das dem Pferd dabei helfen, sich loszulassen.
Beachte, dass du zwischen die Phasen der Seitwärtsbewegung genug Geradeaus reitest, um die Freude an der Bewegung und die Frische deines Pferdes zu erhalten. Nur dann wird es eine gesundheitsfördernde Lektion.
(ein großer Teil des Textes ist basierend auf Sally Swifts Centered Riding®)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

25 Jahre Selbständigkeit

als Reitlehrerin und Lehrern Tellington-Methode@ 
Free Webinar am Sonntag morgen
Wie die Zeit vergeht.
Im Oktober 1999 begann meine Selbständigkeit. Damals war ich schon einige Zeit mit der Tellington Methode unterwegs, für meine eigenen Pferde, für die Gestütspferde und die Berittpferde, aber noch recht frisch mit Centered Riding®. Begonnen hatte ich mit Sally Swifts Methode ein Jahr zuvor und war so begeistert, dass ich alle 2 Monate ein Seminar auf dem Gestüt organisierte und schließlich die Ausbildung machte.
Duch einen heftigen Bandscheibenvorfall endete meine arbeitsintensive Zeit auf dem Gestüt und, da mich wohl kein anderer Hof mit einem kaputten Rücken einstellen würde und ich mir nicht vorstellen konnte etwas anderes zu machen, als Pferde, begann meine Selbständigkeit und das erste Wunder darin war die Rückkehr in die vollständige Belastbarkeit durch die FELDENKRAIS® Methode.
Das faszinierte. mich so sehr, dass ich auch hier die mehrjährige intensive Ausbildung machte und es veränderte mein Leben und brachte mir ein tieferes Verständnis für alles, was ich schon hatte, angefangen mit der deutschen Reitlehre, die Tellington Methode und das Reiten aus der Körpermitte. All das wurde dadurch verständlich und klar, das wieso und wofür und auch das wie, das ich so erfassen lernte, begeistern mich bis heute.

Ich musste mir nun einen Namen aufbauen, denn im Saarland war ich nach meiner Zeit in Niedersachsen überhaupt nicht bekannt. Doch man fand mich und mit der Tellington Methode konnte ich zeigen wie man Pferden mit intensiv schlechten Erfahrungen zurück ins Vertrauen half, auf sichere Art, für Mensch, Tier und Umfeld, und auch Pferden mit körperlichen Problemen, ob von Geburt oder durch Unfälle etc im späteren Leben. Es sprach sich herum und bald wurden auch die Kurse für das Reiten mit feinen Hilfen mit Sitzschulung mehr und mehr.
Und schon nach ein paar Monaten fuhr ich zum ersten Kurs nach Bayern, wo ich seither mind 2 x im Jahr unterrichte.

Damals waren die Reiter sehr an Sitzschulung interessiert. Man arbeitete in erster Linie an sich selbst, beim Reiten, und erst in 2. Linie, wenn dann noch nötig, am Pferd. 
Es freute mich so sehr, das die Menschen an diesem Feinen Umgang interessiert waren, beriet in die Tiefe zu gehen, zu experimentieren und zu forschen, mit den Tools die ich ihnen anbot und auch Feldenkrais hatte sofort Fans. Einer dieser Fans begann sogar schon nach dem ersten 5 Tages Kurs, in dem ich Feldenkrais integrierte, selbst die Ausbildung zum Feldenkrais Lehrer auf Hawaii.
Mit der Sicherheit die durch diese Art des Reitens entsteht, arbeiteten wir nicht nur in der Bahn. Immer öfter kamen Menschen mit ihren Pferden zu mir um auch das Reiten im Gelände sicher und angenehm zu machen.
Und ich liebte es immer zu sehen, wie die Pferde befähigt wurden und die Menschen Vertrauen fanden, zu sich selbst und zu ihren Pferden, die den freundlichen, achtsamen Umgang reflektierten und gut auf ihre Reiter aufpassten.
So wie Andrea und ihr Halflinger, die eigentlich nur gut durch das normale Gelände reiten wollten, doch dann ihre Möglichkeiten immer mehr ausloten konnten, im Vertrauen, dass ich Ihnen nichts vorschlug, dass sie nicht leisten konnten und jedes „Nein“ respektiere, vom Pferd und vom Mensch.
Erst wenn sie sich wirklich sicher genug fühlten, beide, gingen wir die neuen Herausforderungen an. Doch mit Sicherheit wächst der Mut 🙂


Zu allen Methoden, die ich heute lehre, fand ich durch Tellington, teils von KollegInnen und natürlich auch durch Linda selbst.Alles fliest ineinander und ergänzt sich, nutzt die gleichen Grundlagen, die gleichen Ideen vom intelligenten Lernen, von der Veränderungsfähigkeit von Mustern, und der Vergnüglichkeit des Prozesses in dem wir uns alle befinden.
Alle basieren auf Sanftheit, Freundlichkeit und Zuhören und Respektieren, was der andere, Mensch oder Tier, als Angenehm empfindet.

I love it!! 
2001 war Linda zum Seminar bei uns, im Saarland. Hier assistierte ich und wurde Abends in allen Techniken geprüft, für meinen nächsten Level.
Ja, damals gab es noch Prüfungen 🙂


Und nun sind es schon 25 Jahre – und noch immer sind die Menschen daran interessiert ihren Weg mit mit mir zu gehen, oder auch einen Teil davon.
Wundervolle Schüler wurden zu guten Freunden, manche sind schon fast von Anfang an mit mir verbunden. Es ist schön auf dem gemeinsamen Weg und wundervoll das auch Linda Tellington Jones eine enge Freundin wurde und auch wir, wenn auch räumlich weit entfernt, so doch Seite an Seite weiter gehen.
Irgendwie magisch, das wir. nun zusammen feiern.
Jetzt meine 25 Jahre und dann 50 Jahre Tellington Methode, die ich nun schon seit 34 Jahren anwende.

Und um das zu fieren gibt es diesen Herbst/Winter wieder ein paar Webinare, die teilweise kostenlos sind.

Und wir beginnen damit morgen früh, also am Sonntag, dem 20. Oktober um 10:30 Uhr – 11:30 Uhr und das Thema ist „TTouch for you“


Hier ist der Link zum Webinar. Ihr dürft ihn gern weitergeben, doch bitte nicht posten, da leider auch Spamer zu Zoom finden, wenn die Links öffentlich sind, und das ist sehr unangenehm.
Es wird nicht aufgezeichnet, da ich mich freue, wenn Teilnehmende sich zu Wort melden um ihre Erfahrungen oder Wünsche zu teilen und ihre Privatsphäre soll gut geschützt sein.

Beitreten Zoom Meeting
https://us02web.zoom.us/j/84609760655?pwd=2Pugmn86i8awJP9zu1PKpcQQMNQ4mc.1
Meeting-ID: 846 0976 0655
Kenncode: AnkeR

Am Wochenende 9-10 November wird dann das nächste Webinar stattfinden. 
Thema. Den Atem beobachten & verbessern
Dies wird ein 2,5 – 3 h Webinar, am Samstag nachmittag, um 16 Uhr, Investition: 69€
Die Aufzeichnung wird in 2-3 Abschnitte aufgeteilt, und in einer Gruppe, im Forum meiner Homepage geteilt und wird dort weitere 6 Monate zur Verfügung stehen.


Am Sonntag morgen findet dann ein weiteres Webinar satt mit 50 % Rabatt
Um 10 Uhr treffen wir uns dann für 1 h Bones for life, nicht nur für Reiter, zum Preis von 5 €. Die Lektion findet im Stehen statt und kann, teilweise, auch im Sitzen, auf einem möglichst geraden Stuhl, ausgeführt werden und später aufs Reiten, in der Bodenarbeit und in anderen Sport- und Lebensräumen genutzt werden.
Inhalt ist die natürlich Aufrichtung und die Leichtigkeit des Stehens und Gehens.
Den Link bekommt ihr, nach Anmeldung, in der Seminarbezogenen Gruppe in meinem Forum.
Dort werde ich euch auch die Aufzeichnung für eine weitere Woche zur Verfügung stellen.

Anmelden könnt ihr euch, wie immer über mail oder Facebook.
Ich freu m ich euch zu sehen, online und im realen Leben.

Die nächsten Seminare:
TTouch for you im Saarland, am 2 – 3 November
Es kommt eine Teilnehmerin aus Baden Württemberg, so das Fahrgemeinschaften von dort sicher möglich sind. Sie kommt hauptsächlich um den TTouch für ihr Pferd gut zu lernen, also sind Reitergespräche sicher im Auto möglich.

Am 16. November gebe ich eine Fortbildung für Berufsreiter in Warendorf, danach bin ich noch im Umfeld, oder auf dem Weg dahin, für Einzelstunden. schreibt mir, bei Interesse.

Am letzten Wochenende ist nun doch noch eine REBALANCE Tour in den Schwarzwald, die Schweiz und den Odenwald möglich. Meist beginne ich im Raum Karlsruhe. Wr dabe sein möchte, gern melden.

am 30. November beginnt dann unser 2 Tages FELDENKRAIS Kurs bei der Islandpferdereitschule Hinkelsberghof, auf Wunsch mit Ausritt auf den sicheren Pferden durch die schöne Landschaft.
Hier ein paar Impressionen vom Reitkurs, der vor Kurzem dort stattfand. Und ja, wir sind schon meist auf dem Platz geritten und haben Sitz und Hihlfen verfeinert und es auch im Raum zuvor, pferdeschonend, geübt. Doch dann im Gelände genutzt!


So, das war es von mir für heute.
ich wünsche euch viele goldene Herbsttage, innen und aussen, und freu mich euch zu sehen.

Grüß dein Pferd von mir
Anke 

von Linda Tellington-Jones’s Schreibtisch:

von Linda Tellington-Jones’s Schreibtisch:

Wenn du viel mit der Tellington Methode© gearbeitet hast, weißt du, wie viel Nutzen die Tiere davon haben. Du hast bemerkt, daß Gesundheit und Wohlbefinden der Tiere sich verbessert haben, während Streß und Anspannung weniger wurden und oftmals Veränderungen im Verhalten auftraten. Bei den Hunden und Pferden wurdest du durch bessere Leistungen auf Turnieren oder Schauen belohnt und damit, daß dein vierbeiniger Freund flexibler und intelligenter war. Viele von uns, die mit der Tellington Methode© arbeiten, erzählen von einem unerwartet tieferen Verhältnis zu ihren Tieren, das ihnen das Gefühl gibt, Dr. Doolittle zu sein, und ohne Worte mit Tieren kommunizieren zu können und einander auf eine Weise zu verstehen, die sie vorher kaum für möglich hielten.

Was allerdings weniger beachtet und besprochen wird, sind die Auswirkungen auf den Menschen. Also auf dich!! Viele von uns haben Veränderungen bei Leuten, die mit der Tellington Methode© arbeiten, beobachtet oder erfahren – nicht nur bei ihren Tieren. Wir werden flexibler und sind psychisch, körperlich und emotional besser ausgeglichen. Viele Erwachsene fühlen sich selbstsicherer und wacher.

Lehrer, deren Schulklassen TTouch© anwenden, beschreiben ähnliche Veränderungen – verbesserte Konzentration und Ausdauer – genau wie bei Hunden und Pferden -, mehr Selbstvertrauen und Toleranz. Leicht reizbare Kinder haben mehr Selbstkontrolle und Verständnis, so daß sie sich leichter anpassen können und nicht so schnell die Beherrschung verlieren. Ich glaube, daß Kinder die Fähigkeit zu Mitgefühl lernen oder verstärken..

Wodurch wird diese Verwandlung der Zweibeiner bewirkt? Die Tellington Methode© aktiviert beide Gehirnhälften, so daß das gesamte Gehirn lernen kann. Die linke Gehirnhälfte wird normalerweise mit logischem Denken in Verbindung gebracht, die rechte als die intuitive, kreative Seite betrachtet, obwohl das in Wirklichkeit nicht unbedingt stimmt. Das Gehirn ist vielmehr ein zusammengehörendes Ganzes. Die linke Gehirnhälfte ist vielleicht linearer und die rechte räumlicher orientiert, so daß sie das Gesamtbild versteht.

Vielleicht fragst du dich, wie die Tellington Methode© das Lernen mit beiden Gehirnhälften aktiviert.

Jedes Mal, wenn du die Haut in einem Kreis bewegst und dir dabei ein Zifferblatt vorstellst, benutzt du die intuitiven Berieche deines Gehirns, weil du mit deiner Vorstellungskraft arbeitest, die genau wie die Kreisbewegung des TTouches mit Intuition zu tun hat. Wenn du vor deinem geistigen Auge die Zahlen der Uhr siehst, aktivierst du die logische Seite deines Gehirns, da Zahlen dem logischen Denken zugeordnet sind.

Wenn du Bodenarbeit (mit dem Pferd) machst, aktivierst Du auch dein ganzes Gehirn. Im „eleganten Elefant“ stellst du dir den Gertenknauf als Elefantenrüssel vor, was das intuitive Denken aktiviert und dem rechten Gehirn zugeordnet wird. Und die spezielle Art, Gerte und Führleine zu halten, weckt dein logisches und sogenanntes Linkes-Gehirn-Denken.

Einen anderen Hinweis auf die Wirkung auf das ganze Gehirn gaben die beiden Studien, die ich in den Sommern 1987/88 zusammen mit Anna Wise vom Boulder Institut für Biofeedback gemacht habe.

Wir haben mit einem „Mind Mirroir“ gearbeitet, der von Annas Mentor, dem britischen Psychobiologen und Biophysiker Maxwell Cade, entwickelt wurde, und wir bekamen faszinierende Resultate. Der „Mind Mirroir“ ist eine Art EEG, mit dem es möglich ist, elf verschiedene Frequenzen in beiden Hirnhälften gleichzeitig zu messen und spektral darzustellen. Es werden die vier Gehirnwellen Beta, Alpha, Theta und Delta, die verschiedenen Bewusstseinszuständen entsprechen, in beiden Gehirnhälften gemessen.

In zwei Studien mit verschiedenen Gruppen von Studenten untersuchten wir die Aktivität der Gehirnwellen während die Studenten gettouched oder massiert wurden. Das überraschende Ergebnis war, daß egal, ob die Studenten gettoucht wurden oder selbst ein Pferd oder einen Menschen ttouchten – immer alle vier Gehirnwellen (Beta, Alpha, Theta und Delta) beider Gehirnhälften aktiviert waren.

Wurde die Person dagegen abgestrichen, ausgestrichen oder massiert, fanden wir zwar die Alphawellen als Zeichen der Entspannung aktiviert, aber Beta, Zeichen für Problemlösungspotential, fehlte. Einzig die kreisenden TTouches aktivierten die Betawellen in beiden Teilen des Gehirns.

Also, wenn du das nächste Mal zu deinem Tier gehst, erinnere dich daran, daß du deinen eigenen Stress reduzierst, deinen Geist klar machst, die Verbindung mit Tier vertiefst und wacher wirst, indem du es jeden Tag ein paar Minuten lang ttouchst. Das ist der Grund, warum der Satz „The TTouch That Teaches“ (die Berührung, die lehrt) entstanden ist.“

Ist möglicherweise ein Bild von 1 Person und Pferd

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Tellington Methode – Feldenkrais  ?!

Tellington Methode – Feldenkrais ?!

https://api.pageplace.de/…/preview-9783440162569…

Viele denken die Tellington Methode sei eine Umsetzung der Feldenkrais Methode für Pferde. Doch sie beruht auf viel mehr.

Wer die Bücher über Lindas Leben las. „Vertraue deiner Intuition, von Gabriele Boiselle Pferdefotografie, oder „Strike a long trott“ von Shannon Yewell Weil, bekommt eine Idee wie Linda Tellington-Jones Leben von Kindheit an, auf diesen Weg führte.

Linda schrieb mir eine Nachricht dazu:

„Es war die Integration von Dr. Moshe Feldenkrais’s brillanter Prämisse, dass wir durch ungewöhnliche Bewegungen neue Nervenbahnen zum Gehirn aktivieren und unsere Lernfähigkeit verbessern könnten. Es war diese Aussage am zweiten Tag meines Trainings bei ihm, in San Francisco im Jahr 1975, als ich begann, Pferde mit neuen Augen zu betrachten.

Als ich mit der Feldenkrais-Ausbildung begann, war ich 36 Jahre alt und zehn Jahre lang hatten ich, mit meinem Mann Wentworth Tellington, in Kalifornien eine internationale Schule für Reitlehrer namens PCERF, an der Schüler aus neun Ländern und 36 Bundesstaaten der Vereinigten Staaten teilnahmen. Ich war bereits 1965 Mitautor des, unserer Meinung nach, ersten Buches über Pferdemassage mit dem Titel „Physiotherapie und Massage für das athletische Pferd.

(Shannon Weil war eine Schülerin dort und berichtet im Buch über diese tiefgreifende und vielschichtige Zeit)

Wir hatten große Erfolge damit, den Pferden zu helfen, sich nach 160-Kilometer-Distanzrennen und Turnieren schneller zu erholen.

Es war jedoch Moshe’s Konzept, dass durch die Aktivierung ungenutzter Nervenbahnen zum Gehirn – mit möglichen, aber nicht gewohnheitsmäßigen, sanften Bewegungen des Körpers – das Lernen verbessert werden kann, was ein völlig neues Konzept und eine neue Art der Beeinflussung des Verhaltens eines Pferdes darstellt. Und damit erreichten wir nicht nur den Körper, wie bisher, sondern das ganze Wesen“

In meinem Buch findet ihr mehr über die Verbindung der Tellington Methode und Feldenkrais.
Der Link oben führt euch zu einem Einblick ins Buch