Noch schnell putzen, oder der Beginn eines wunderbaren Zusammenseins

Noch schnell putzen, oder der Beginn eines wunderbaren Zusammenseins

Leichtigkeit für den Pferderücken !

Wie hilft der Entlastungssitz beim Reiten? Erfahre, wie du im Trab locker mitschwingst, den Pferderücken entlastest und dein Pferd ins Gleichgewicht begleitest.
Beweg dich mit Freude für mehr Lebensqualität

Beweg dich mit Freude für mehr Lebensqualität

Unsere Knochen sind lebendiges Gewebe. Sie reagieren auf Bewegung, auf leichten Druck und auf die Art, wie wir unseren Körper im Alltag benutzen.

Bones for Life® lädt dazu ein, genau das zu erforschen.

Mit einfachen, sanften Bewegungen entsteht mehr Bewusstheit für den eigenen Körper. Die Aufrichtung kann sich verändern, Bewegungen können leichter werden und Stabilität kann sich entwickeln.

Wir arbeiten mit Bewegung, leichtem Druck und manchmal auch mit einem langen Baumwolltuch.

Dabei geht es nicht um Leistung, sondern um Wahrnehmung:

Wie kann ich mich so bewegen, dass mein Körper sich gut organisiert?

Ein Kurs zum Ausprobieren, Entdecken und Spüren.

Für lebendige Bewegung.

Für stabile Knochen.

Für mehr Leichtigkeit im eigenen Körper.

Ich freue mich auf dich!

Das Foto zeigt Ruthy Alon, die Frau die Bones for life entwickelte und bis ins hohe Alter unterrichtet hat

Ruthy Alon, Bones for life
Wie beginne ich die Reiteinheit? Teil 1

Wie beginne ich die Reiteinheit? Teil 1

Wenn deine Pferd von der Koppel kommt und durch die Bewegung mit der Herde seine Gelenke gut geölt sind und seine Muskeln bewegt, und du ein paar Ttouch gemacht hast, die es brauchte, kannst du normalerweise direkt aufsteigen.

Hat dein Pferd nur eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten und steht mehr, wenn du nicht da bist, führe es erst ein bisschen bevor du aufsteigst und lausche seinen Schritten. Beobachte währenddessen, ob alles in Ordnung ist, wie es atmet, wie frei es schreitet, wie es den Kopf trägt, wie es ihm geht.

Danach steige ich auf und reite zuerst einmal im Schritt am hingegebenen Zügel. Dabei checke ich schon mal die 4 Bausteine (nach Sally Swift).

Welches sind die 4 Bausteine?

Der 1. Baustein sind weiche, umfassend blickende Augen.

Es ist erstaunlich, zu beobachten was sich alles verändert, wenn man das Genick fokkusiert, oder ob man mit einem weichen, umfassenden Blick nach vorne schaut. Viele Reiter schauen meistens nach unten, um zu sehen, wo der Kopf ihres Pferdes gerade ist. Dabei entsteht oft ein Tunnelblick, der uns das Umfeld nicht mehr richtig wahrnehmen lässt. Dabei verliert man nicht nur die anderen Reiter aus dem Blick, (wenn man nicht alleine reitet) sondern auch das Gefühl für den eigenen Körper und die Bewegung des Pferdes. Wenn unsere Augen einen Punkt fixieren, kann auch der Atem nicht mehr frei fließen. Schaut man jedoch nach vorn, beim Reiten von Bahnfiguren z.B. auf seinen Zielpunkt, kann man den Blick weich und weit stellen, so dass man fast 180 ° erfassen kann.

Mit diesen weichen Augen reitet man nicht nur die Linien korrekter, sondern kann sich selbst besser spüren und der Bewegung des Pferdes besser folgen und somit auch mehr Losgelassenheit erreichen.


Mach mal ein Experiment:

weiche Augen

Reite einfach mal ganze Bahn und fühle, wie gut du Deine Füße im Steigbügel fühlst, wie Du Deine Sitzbeine im Sattel wahrnehmen kannst und wie rund die Bewegung Deines Pferdes ist. Spüre, wo Dich dein Atem bewegt und nachdem du das wahrgenommen hast, schau für einige Schritte genau auf die Ohren oder das Genick Deines Pferdes, so wie Du es vielleicht von Deinem Reiten auch schon kennst und beobachte, wie sich dabei die Wahrnehmung der Füße, der Sitzbeine, der Pferdebewegung und Dein Atem verändert.

Dann ändere es wieder und schau in die Ferne mit einem weichen, entspannten Blick. Bemerkst du die Veränderung in Deiner Wahrnehmung für dich selbst und dein Pferd.

Spürst du wie du angespannter wirst, wenn dein Blick fixiert ist, deine Sitzbeine sich härter anfallen, die Wahrnehmung der Füße vielleicht sogar verloren geht.

Manche fühlen sich härter werden, andere verlieren das Gefühl für Füße und Sitzbeine, wenn sie sich fixieren. Mit den weichen Augen werden auch unsere Muskeln wieder frei und beweglich. Dadurch fühlen wir mehr, denn angespannt Muskeln können nicht gut fühlen. Die Fixierung der Augen fixiert auch den Brustkorb und damit auch den Atem.

Wann fühlt sich die Bewegung Deines Pferdes runder und fließender an? Wenn Du in die Ferne schaust oder wenn Du das Genick fixierst? Wahrscheinlich kannst Du bemerken, wie dein Pferd deiner Fixierung folgt und die Bewegungen härter, unrunder werden, im Trab dann auch unbequemer zu sitzen., wenn dein Blick die Ohren fixiert, oder das Genick.

Der weite, weiche Blick nach vorne erlaubt uns auch unseren Kopf über der Wirbelsäule zu tragen, anstatt ihn hängen zu lassen, als würde man auf ein Handy schauen. In vielen Studien wurden schon die Nachteile aufgeführt, wenn man diese aufs Handy schauen-Haltung einnimmt.

Genauso ist es, wenn man auf den Pferdehals schaut. Eine aufrechte Haltung ist so nicht möglich. Man nimmt wenig wahr. Der weiche, umfassende Blick gibt uns die Möglichkeit, uns leichter aufzurichten und sowohl uns, als auch das Pferd umfassend zu spüren.

„Die einzig wahre Wissenschaft ist das Experiment“ sagt Dr. Manfred Winterheller, darum probiere es am Besten gleich mal aus und fühle selbst. Lass dir ruhig Zeit und wechsele den Blick nicht schneller als alle 10 – 20 Schritte.

Bleib dran, die andern Bausteine kommen noch!

Drei typische Sitzblockaden beim Reiten

Drei typische Sitzblockaden beim Reiten

Gut gemeint – aber kontraproduktiv

Kennst du das? Man versucht alles richtig zu machen… und erreicht genau das Gegenteil. 🐎

👉 Bild 1: Falsch verstandene Aufrichtung Aufrichten heißt nicht „strecken“.Beim Gedanken Brust raus: • wird der Rücken hohl und fest • die Schultergelenke kommen hinter die Hüftgelenke • Atmung wird flach, die Hand fest

👉 Bild 2: Absatz tief „Absatz tief!“ – ein Satz, den wir alle kennen.

Aber: Zu viel Druck im Sprunggelenk blockiert die Federung im ganzen Bein. • Fuß ist unterm Knie, statt unter das Becken • Hüft-, Knie- und Sprunggelenk werden fest – Federung wird unmöglich • ein losgelassener Sitz ist kaum möglich

👉 Bild 3: Hände zu weit vorne & unten Viele Reiter strecken die Hände bewusst nach vorne-unten, um „weich“ und nachgiebig zu sein. Doch genau dadurch geht die Nachgiebigkeit verloren: • die Feinmotorik der Hände verschwindet • Schultern runden nach vorne • der Rücken spannt an, um nicht nach vorne zu fallen • die Hüfte blockiert

✨ Die Lösung liegt nicht im „anstreben“, sondern im spüren lernen. Wer spürt versteht!

👉 Genau darum geht es in meinen Reitkursen mit Sitzschulung Spüren – Vergleichen – Verstehen mehr Leichtigkeit, echte Verbindung und feine Hilfen.