Ach ich liebe es, wenn die Dinge aus meinen Kursen direkte Anwendung finden und Pferden und Menschen das Leben schöner machen.
Basti organisierte letztes Wochenende einen 3 Tages Kurs mit mir in Bayern und nutze gleich erfolgreich die Ttouch in einer Notsituation. Er schrieb:
„Liebe Anke,
danke nochmal für den tollen 3 Tages Kurs und die Einführung in die Tellington-Methode.
Es hat sich ergeben, das ich am Tag nach dem Kurs das Pferd einer Freundin wegen einer Augen-OP in die Klink fahren musste. Das Pferd wird nicht oft gefahren und vor allem wenn der Hänger steht kann da schon Mal Panik und heftige Reaktion kommen. Leider mussten wir bei der Klink vorm ausladen etwas warten und ich habe das Pferd dann im Hänger betreut.
Als er anfing in die Panik zu gehen, war ich froh, dass ich mich an die von dir vermittelten TTouches aus dem Kurs erinnern konnte. Der Wallach konnte sich super gut darauf einlassen, ist bei mir und bei sich geblieben und der Stress ist deutlich sichtbar von ihm abgefallen. Selbst im kritischsten Moment wo auf dem Parkplatz hinter dem Hänger ein Pferd auf dem Schotterboden longiert wurde, konnte ich ihn dank der TTouches helfen, die Situation entspannt und gelassen zu meistern.
Ich war einfach sehr sehr dankbar, das Pferd so gelassen durch die Situation begleiten zu dürfen. Es war schön nicht nur hoffend daneben zu stehen, sondern ein Vorgehen zu haben, mit dem ich gut helfen konnte. So fühlte ich mich in der Lage positiv zu unterstützen und musste nicht hilflos werden. Das war eine super Erfahrung und da wollte ich mich einfach nochmals herzlich bedanken und war einfach beeindruckend von der Wirkung auch in einer solchen Stresssituation bei einem Pferd, wo ich auch weiß, dass noch nie TTouches angewendet wurden und dennoch eine starke Wirkung entfaltet haben.
Ganz liebe Grüße
Bastian
PS: dank des angelegten Körperbandes bei mir war auch die Fahrt in die Klinik mit entspanntem Rücken möglich – das ist bei längeren Fahrten sonst oft ein Thema
Das Bild ist natürlich KI generiert. Wer denkt schon in so einem Moment ans fotografieren?
Unsere Atmung steht in direkter Verbindung mit unserem vegetativen Nervensystem. Freude, Stress, Anspannung oder Entspannung verändern unmittelbar Atemrhythmus, Atemtiefe und Muskeltonus. Während uns diese Veränderungen oft kaum bewusst sind, nehmen Pferde sie sehr differenziert wahr.
Pferde waren über Jahrtausende „Beutetiere“, wir und andere Tiere, die „Jäger“. Darum sind sie darauf spezialisiert, kleinste Veränderungen im Umfeld zu registrieren. In der Herde konnte ein veränderter Atemzustand eines einzelnen Tieres bereits auf mögliche Gefahr hinweisen und alle reagierten darauf.
Diese feine Wahrnehmungsfähigkeit ist bis heute erhalten geblieben. Pferde spüren genau unsere Atemmuster, innere Spannung und emotionale Zustände.
Ein ruhiger, gleichmäßiger Atem vermittelt Sicherheit und unterstützt Regulation, Balance und Losgelassenheit – sowohl beim Menschen als auch beim Pferd. Bereits im Alltag, beispielsweise beim Führen zur Koppel oder beim Putzen, kann bewusstes Atmen helfen, aus der Hektik des Tages herauszufinden und mehr Präsenz sowie körperliche Stabilität zu entwickeln. Die Tellington Herzumarmung, schon vor der Begegnung mit dem Pferd ausgeführt, wirkt immer weider erstaunlich, schon ab dem Moment der Begegnung.
Ebenso aussagekräftig ist die Atmung des Pferdes selbst. Freie, physiologische Atmung zeigt sich nicht ausschließlich im Bauchraum oder an den Nüstern. Ein losgelassenes Pferd erweitert den Brustkorb dreidimensional und bewegt beim Einatmen auch die Wirbelsäule nach oben, während sich die Rückenmuskeln längen.
Es lohnt sich daher, die Atembewegung des Pferdes mal genau zu beobachten:
Wo ist Bewegung sichtbar? In den Flanken? Im Brustkorb? Auf dem Rücken?
Wie verändert sich die Atmung in unterschiedlichen Situationen?
Einschränkungen der Brustkorbbeweglichkeit – beispielsweise durch muskuläre Spannung, durch zu viel Kopfkontrolle in der Bodenarbeit, oder unpassendes Equipment – können die Atemmechanik deutlich beeinflussen. Dies wirkt sich nicht nur auf die Leistungsfähigkeit, sondern auch auf Losgelassenheit, Bewegungsqualität und allgemeines Wohlbefinden aus.
Tellington Körperarbeit können helfen, die Atembewegung wieder zu erweitern und damit Entspannung, Stabilität und Gesundheit nachhaltig zu unterstützen – für Pferd und Mensch gleichermaßen.
Auch beim Satteln hilft der Tellington Bauchheber das Pferd in der Logelassenheit zu unterstützen, so dass es entspannt weiter atmet, statt die Luft anzuhalten. Und wer frei atmet, kann besser handeln, weil er sich einfach wohler fühlt. Darum ist es gut auch beim Reiten ans Atmen zu denken. Mit Feldenkrais und Sally Swifts Techniken kann ich euch mit vielen Tools weiter helfen, wenn ihr Lust darauf habt, schreibt: „Besser atmen“ in den Kommentar.
Ob auf einem Kurs, in Online Einzelstunden oder auf den Touren. Wir finden einen gemeinsamen Weg.
Ganzheitlich. Verständlich. Praxisnah. Lerne dein Pferd besser zu lesen, gezielt zu unterstützen und eure Zusammenarbeit nachhaltig zu verbessern – bequem von zu Hause aus.
erkennen & verbessern Lerne, die Atmung deines Pferdes richtig zu lesen und gezielt positiv zu beeinflussen – für mehr Gesundheit und Leistungsfähigkeit.
🗓 jeweils dienstags | 19:30 Uhr 🏠 14-tägig bei euch zu Hause 👥 mit Facebook-Gruppe & Videocoaching Ein intensiver Begleitkurs für nachhaltige Entwicklung von Pferd und Reiter.
Jedes Mal, wenn du die Haut in einem Kreis bewegst und dir dabei ein Zifferblatt vorstellst, benutzt du die intuitiven Berieche deines Gehirns, weil du mit deiner Vorstellungskraft arbeitest, die genau wie die Kreisbewegung des TTouches mit Intuition zu tun hat. Wenn du vor deinem geistigen Auge die Zahlen der Uhr siehst, aktivierst du die logische Seite deines Gehirns, da Zahlen dem logischen Denken zugeordnet sind.
Wenn du Bodenarbeit (mit dem Pferd) machst, aktivierst Du auch dein ganzes Gehirn. Im „eleganten Elefant“ stellst du dir den Gertenknauf als Elefantenrüssel vor, was das intuitive Denken aktiviert und dem rechten Gehirn zugeordnet wird. Und die spezielle Art, Gerte und Führleine zu halten, weckt dein logisches und sogenanntes Linkes-Gehirn-Denken.
Einen anderen Hinweis auf die Wirkung auf das ganze Gehirn gaben die beiden Studien, die ich in den Sommern 1987/88 zusammen mit Anna Wise vom Boulder Institut für Biofeedback gemacht habe.
Wir haben mit einem „Mind Mirroir“ gearbeitet, der von Annas Mentor, dem britischen Psychobiologen und Biophysiker Maxwell Cade, entwickelt wurde, und wir bekamen faszinierende Resultate. Der „Mind Mirroir“ ist eine Art EEG, mit dem es möglich ist, elf verschiedene Frequenzen in beiden Hirnhälften gleichzeitig zu messen und spektral darzustellen. Es werden die vier Gehirnwellen Beta, Alpha, Theta und Delta, die verschiedenen Bewusstseinszuständen entsprechen, in beiden Gehirnhälften gemessen.
In zwei Studien mit verschiedenen Gruppen von Studenten untersuchten wir die Aktivität der Gehirnwellen während die Studenten gettouched oder massiert wurden. Das überraschende Ergebnis war, daß egal, ob die Studenten gettoucht wurden oder selbst ein Pferd oder einen Menschen ttouchten – immer alle vier Gehirnwellen (Beta, Alpha, Theta und Delta) beider Gehirnhälften aktiviert waren.
Wurde die Person dagegen abgestrichen, ausgestrichen oder massiert, fanden wir zwar die Alphawellen als Zeichen der Entspannung aktiviert, aber Beta, Zeichen für Problemlösungspotential, fehlte. Einzig die kreisenden TTouches aktivierten die Betawellen in beiden Teilen des Gehirns.
Also, wenn du das nächste Mal zu deinem Tier gehst, erinnere dich daran, daß du deinen eigenen Stress reduzierst, deinen Geist klar machst, die Verbindung mit Tier vertiefst und wacher wirst, indem du es jeden Tag ein paar Minuten lang ttouchst. Das ist der Grund, warum der Satz „The TTouch That Teaches“ (die Berührung, die lehrt) entstanden ist.“