Die 4 Basics

Prüfe die 4 Basics während des Reitens immer wieder – vor allem in Übergängen, Richtungswechseln oder anspruchsvolleren Lektionen.

Wann immer etwas schwierig wird, dein Pferd nicht mehr so gut reagiert, du anfängst, dich zu ärgern – vielleicht auch über dich selbst – oder es einfach nicht mehr richtig rund läuft, fehlt mindestens einer der vier Bausteine.

Prüfe, welche dir leichtfallen und welche du schnell verlierst. Richte deine Aufmerksamkeit dann für eine Weile auf genau den Baustein, der dir am schnellsten verloren geht, und integriere ihn in alles, was du tust.

Wenn du einen dieser Bausteine zu 100 % in dein Reiten integrierst, wird sich dein Reiten um 50 % verbessern. Gerade das Reiten vieler Übergänge ist eine gute Möglichkeit, herauszufinden, welcher Baustein dir leicht abhandenkommt.

Mach ein Experiment

Reite einmal ganze Bahn und reite in den Mittelpunkten der langen und kurzen Seite Übergänge – zunächst einfach vom Schritt zum Halt und vom Halt wieder zum Schritt.

Beobachte dabei die Basics. Zuerst beim Anhalten, später auch beim Anreiten.

Bleiben deine Augen weich?

Fließt dein Atem weiter oder hast du nach dem Ausatmen aufgehört zu atmen?

Ist dein Schneemann aufrecht geblieben?

Bist du noch zentriert?

Du kannst auch eine ganze Runde reiten und den Übergang nur in deiner Vorstellung machen. Auch dann lassen sich die Basics wunderbar überprüfen. Du merkst schnell, wohin deine Augen gehen, ob der Atem stockt, ob der Schneemann kippt oder die Kugel wegrollt.

Finde den Punkt, der dir leicht verloren geht, und richte deine Aufmerksamkeit in den nächsten Runden immer wieder darauf. Integriere ihn in alles, was du tust.

Achte bei jedem Abwenden, jedem Tempowechsel und jeder Lektion darauf, dass dieser Baustein erhalten bleibt. Beobachte, wie viel leichter und fließender alles wird, wenn du ihn bewusst integrierst.

Vielleicht merkst du, dass dein Pferd leichter reagiert, taktmäßiger läuft, der Rücken besser hochkommt, du dich sicherer fühlst und ihr beide mehr und mehr in einen gemeinsamen Flow kommt.

Die Basics sind essenzielle Grundlagen für jede Form des Reitens und – abgesehen vom Schneemann – auch in der Bodenarbeit sinnvoll einsetzbar.

Viele denken, dass sie nur mit Ausatmen ihr Pferd durchparieren, doch wenn man den Schneemann beobachtet, kann man gut erkennen das er umkippt. Auch beim Führen 🙂

Und das dabei natürlich auch die Zentrierungskugel nach hinten rollt.

Das bedeutet dass das Pferd nicht auf den Atem reagiert, sondern auf die Beckenkippung.