„Die Ponys haben Angst vor Hunden“, erklärten die Kids, die mit ihren wundervollen, 27 und 30 Jahre alten Ponys zum Tellington-Kurs gekommen waren, als sie die beiden großen Hunde einer Teilnehmerin sahen.

Und tatsächlich: Auch die Ponys bekamen erst einmal große Augen. Das Reitpony entspannter als die Islandstute, die mit hoher Kopfhaltung die Hunde nicht aus den Augen lies. Sie sah eindeutig Wölfe, also Gefahr.
Also wurden die Hunde sicher angeleint und auf Abstand gebracht, damit sich die Ponys im Lernparcours wohlfühlen konnten.
Nach der ersten Einheit TTouches wirkten die beiden auch auf dem Paddock schon deutlich entspannter.
Also näherten wir uns langsam mit den freundlichen Riesen.
Und siehe da: Die Köpfe blieben entspannt, die Ponys fraßen weiter oder schauten neugierig. Ihre ganze Haltung zeigte, wie ruhig sie mit der neuen Situation umgingen.
Eine der Grundlagen der Tellington-Methode ist: Je besser das Körpergefühl, desto angemessener die Handlungen.
Angemessen an das Leben mit Menschen, statt allein den Instinkten zu folgen.
Wie unmittelbar sich das auswirken kann, zeigten uns diese beiden Ponys selbst. Ein verändertes Körpergefühl eröffnete ihnen neue Möglichkeiten, mit den Hunden umzugehen.
Für mich sind genau das die wunderbaren Momente in der Arbeit mit Pferden: Wenn wir ihnen helfen, sich selbst besser wahrzunehmen, und sie dadurch neue Wege im Umgang mit ihrer Umwelt entdecken.

