Nur wenn der Körper gut organisiert ist und alle Körperteile harmonisch zusammenarbeiten, können die Kräfte sicher durch das Skelett geleitet werden. Deshalb widmet sich ein großer Teil des „Bones for life“ Programms der Entwicklung einer mühelosen Aufrichtung, einer guten Koordination und einer Bewegungsqualität, die Belastung überhaupt erst sinnvoll macht.
Die Übungen orientieren sich an Bewegungsmustern, die sich in der Evolution über Millionen von Jahren bewährt haben. Gleichzeitig entsteht ein geschützter Lernraum, in dem jeder Mensch entsprechend seiner Möglichkeiten lernen kann – unterstützt durch einfache Hilfsmittel wie eine Wand, eine Rolle oder die Bones Wraps.
Ruthy Alon schreibt:
„Wenn sich eine dynamische Bewegung mühelos durch die gesamte Körperachse entfalten kann, entstehen Freude an der Bewegung, neue Bewegungsbereitschaft und ein biologischer Optimismus. Diese gesteigerte Vitalität ist der wichtigste Nutzen des Programms.“
Ich finde, genau darin liegt die Besonderheit von Bones for Life®. Es ist ein Lernprozess, der die Organisation des ganzen Menschen verbessert. Mehr Aufrichtung, mehr Sicherheit, mehr Bewegungsfreude und mehr Vertrauen in den eigenen Körper sind häufig die ersten Veränderungen, die Menschen wahrnehmen. Die stärkeren Knochen sind dann eine natürliche Folge dieser verbesserten Organisation.
Heute Abend um 20 Uhr, bzw. morgen um 9 Uhr, beginnt der neue Online Kurs, mit Übungen bei dir zu Hause, die dein Reiten nachhaltig verändern können.
Unsere Atmung steht in direkter Verbindung mit unserem vegetativen Nervensystem. Freude, Stress, Anspannung oder Entspannung verändern unmittelbar Atemrhythmus, Atemtiefe und Muskeltonus. Während uns diese Veränderungen oft kaum bewusst sind, nehmen Pferde sie sehr differenziert wahr.
Pferde waren über Jahrtausende „Beutetiere“, wir und andere Tiere, die „Jäger“. Darum sind sie darauf spezialisiert, kleinste Veränderungen im Umfeld zu registrieren. In der Herde konnte ein veränderter Atemzustand eines einzelnen Tieres bereits auf mögliche Gefahr hinweisen und alle reagierten darauf.
Diese feine Wahrnehmungsfähigkeit ist bis heute erhalten geblieben. Pferde spüren genau unsere Atemmuster, innere Spannung und emotionale Zustände.
Ein ruhiger, gleichmäßiger Atem vermittelt Sicherheit und unterstützt Regulation, Balance und Losgelassenheit – sowohl beim Menschen als auch beim Pferd. Bereits im Alltag, beispielsweise beim Führen zur Koppel oder beim Putzen, kann bewusstes Atmen helfen, aus der Hektik des Tages herauszufinden und mehr Präsenz sowie körperliche Stabilität zu entwickeln. Die Tellington Herzumarmung, schon vor der Begegnung mit dem Pferd ausgeführt, wirkt immer weider erstaunlich, schon ab dem Moment der Begegnung.
Ebenso aussagekräftig ist die Atmung des Pferdes selbst. Freie, physiologische Atmung zeigt sich nicht ausschließlich im Bauchraum oder an den Nüstern. Ein losgelassenes Pferd erweitert den Brustkorb dreidimensional und bewegt beim Einatmen auch die Wirbelsäule nach oben, während sich die Rückenmuskeln längen.
Es lohnt sich daher, die Atembewegung des Pferdes mal genau zu beobachten:
Wo ist Bewegung sichtbar? In den Flanken? Im Brustkorb? Auf dem Rücken?
Wie verändert sich die Atmung in unterschiedlichen Situationen?
Einschränkungen der Brustkorbbeweglichkeit – beispielsweise durch muskuläre Spannung, durch zu viel Kopfkontrolle in der Bodenarbeit, oder unpassendes Equipment – können die Atemmechanik deutlich beeinflussen. Dies wirkt sich nicht nur auf die Leistungsfähigkeit, sondern auch auf Losgelassenheit, Bewegungsqualität und allgemeines Wohlbefinden aus.
Tellington Körperarbeit können helfen, die Atembewegung wieder zu erweitern und damit Entspannung, Stabilität und Gesundheit nachhaltig zu unterstützen – für Pferd und Mensch gleichermaßen.
Auch beim Satteln hilft der Tellington Bauchheber das Pferd in der Logelassenheit zu unterstützen, so dass es entspannt weiter atmet, statt die Luft anzuhalten. Und wer frei atmet, kann besser handeln, weil er sich einfach wohler fühlt. Darum ist es gut auch beim Reiten ans Atmen zu denken. Mit Feldenkrais und Sally Swifts Techniken kann ich euch mit vielen Tools weiter helfen, wenn ihr Lust darauf habt, schreibt: „Besser atmen“ in den Kommentar.
Ob auf einem Kurs, in Online Einzelstunden oder auf den Touren. Wir finden einen gemeinsamen Weg.
„So wertvoll sind meine neuen Entdeckungen, die ich in aus den Feldenkrais-Lektionen mitnehmen darf.
Zum Beispiel das Finden und Spüren meiner Achse.
Das klingt so banal, aber gibt mir so viel Qualität und Leichtigkeit beim Reiten, Schwimmen und im sonstigen Alltag, dass ich sofort merke, wenn ich sie verloren habe und sie wieder suche bevor ich weiter mache.
Oder meine Aufmerksamkeit aufs Atmen. Ein weiches Atmen das mit der Bewegung synchron verlaufen darf. Das gelingt mir im Alltag oft noch nicht, aber mit meiner Aufmerksamkeit darauf immer besser (auch hier beim Schwimmen, bewussten Gehen u.ä.) und meine Bewegungen sind weniger anstrengend und beim Reiten empfinde ich eine Logik in den Bewegungsabfolgen.
Oftmals auch das Gefühl danach mehr Energie zu haben. Als hätte ich mich in der Bewegung stellenweise etwas ausruhen/entspannen können.
Danke Anke Recktenwald BKB Pferd & Mensch in Balance in Balance das du Feldenkrais in diesem Format anbietest. Es passiert so viel Gutes in mir während und durch die Einheiten und dein Anleiten“